Zwergspeerblatt
Anubias barteri var. nana

Das Zwergspeerblatt (Anubias barteri var. nana) trägt feste, dunkelgrüne Blätter an einem kriechenden Rhizom. Durch den langsamen Wuchs bleibt es zwischen Steinen und Aquarienholz gut beherrschbar, benötigt aber dennoch überlegte Pflege. Langlebige Blätter können bei zu viel Licht veralgen. Entscheidend ist die Befestigung: Das Rhizom bleibt über dem Boden, die Wurzeln erhalten Zeit zum Anwachsen. Zusätzliches CO₂ ist bei üblicher Pflege nicht nötig. Eine maßvolle Düngung kann sinnvoll sein; die Dosierung richtet sich nach dem gesamten Aquarium und nicht nach der Blattzahl. Die Pflanze bietet dauerhafte Struktur, ist aber kein schnellwachsender Nährstoffverbraucher.
Aquarium planen →Auf einen Blick
- Schwierigkeit
- Einfach
- Pflanzenhöhe
- 5–10 cm
- Wachstum
- Langsam
- Platzierung
- Auf Holz oder Stein, Vordergrund
- Temperatur
- 22–28 °C
- pH
- 5,0–9,0
- Licht
- Niedrig, Mittel
- CO₂
- Keine CO₂-Zugabe nötig
- Nährstoffaufnahme
- Über die Wassersäule
- Wurzeldüngung
- Nicht erforderlich
- Befestigung
- Holz oder Stein
- Vermehrung
- Rhizomteilung
Über diese Pflanze
Das dicke waagerechte Rhizom ist die Sprossachse und nicht mit den dünnen Wurzeln zu verwechseln. Daraus entstehen Blätter und Wurzeln. Nana bezeichnet die kleine Aquarienform von Anubias barteri. Kew führt den Varietätsnamen als Synonym innerhalb dieser Art; beide Namen bleiben erfasst. Noch kleinere benannte Selektionen sind nicht automatisch dieselbe Form.
Natürlicher Lebensraum
Diese Anubias stammt aus dem tropischen Afrika; die Nana-Form wird mit Kamerun verbunden. Feuchte Gewässerränder erklären ihre Eignung für Schatten und aufgebundene Kultur. Holz im Aquarium ist eine praktische Einrichtung, kein Nachweis eines gemeinsamen Biotops mit südamerikanischen Fischen. Untergetauchter Wuchs ist möglich; über Wasser gezogene Blätter müssen sich nach dem Kauf gegebenenfalls umstellen.
Platzierung im Aquarium
22–28 °C und pH 5–9 dienen als breite Kulturspanne, nicht als anzustrebende Grenzwerte. Die übliche Blatthöhe beträgt 5–10 cm; ältere Exemplare können größer werden. Locker auf Holz oder Stein befestigen, ohne die Triebspitze einzuschnüren. Wurzeln dürfen in den Boden wachsen, das Rhizom darf jedoch niemals mit Sand oder Kies bedeckt werden. Platz für Pflege und Wasserbewegung lassen.
Licht
Wenig bis mittleres Licht genügt. Höhere Pflanzen können Halbschatten schaffen, ohne die Anubias völlig abzudunkeln. Starkes Licht beschleunigt den langsamen Wuchs nicht unbegrenzt und begünstigt Algen auf alten Blättern. Als allgemeiner Einstieg sind 6 Stunden möglich, bei stabilem Wachstum langsam bis 8 Stunden. Das ist keine gemessene artspezifische Anforderung und ersetzt keine passende Lichtstärke.
CO₂
Für gesunden, langsamen Wuchs ist keine CO₂-Zugabe nötig. Natürlich verfügbarer Kohlenstoff kann bei mäßigem Licht ausreichen. In einem bereits mit CO₂ versorgten Becken wächst die Pflanze ebenfalls; allein für sie muss jedoch keine Anlage gekauft werden. Licht und Dünger nicht gleichzeitig steigern, um Wachstum zu erzwingen. Tiere und stabile Bedingungen haben Vorrang.
Nährstoffe und Düngung
Aufgebundene Pflanzen nutzen im Wasser verfügbare Nährstoffe. Dazu gehören Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie geringe Mengen Spurenelemente wie Eisen. Der Bedarf hängt von Besatz, Wasserwechseln und anderen Pflanzen ab. Ein gelbes Blatt beweist keinen Eisenmangel. Erst Neuwuchs und Bedingungen prüfen. Dünger ohne Nitrat und Phosphat ergänzt diese Stoffe nicht.
Bodengrund und Wurzeldüngung
Nährboden ist für auf Holz wachsende Anubias keine Grundvoraussetzung. Auch Wurzeltabletten darunter sind kein Hauptbedarf, wenn die Wurzeln diese Schicht nicht erreichen. Die Unterlage soll sicheren Halt bieten. Nicht ständig ablösen. Bei weichem, dunklem Rhizom auf Überdeckung, Verletzung oder Fäulnis prüfen und geschädigte Bereiche vorsichtig entfernen.
Wuchs und Schnitt
Langsamer Wuchs ist normal; Fortschritte über längere Zeit beurteilen. Stark beschädigte oder veralgte Blätter mit sauberer Schere am Blattstiel entfernen, gesunde Blätter behalten. Die Triebspitze schützen. Lose Ablagerungen vorsichtig lösen und die Pflanze dabei stützen. Schnellwachsende Nachbarn dürfen sie nicht vollständig überwuchern.
Vermehrung
Ein gesundes, ausreichend großes Rhizom lässt sich teilen. Jedes Stück sollte mehrere gesunde Blätter und Wurzeln behalten. Saubere Werkzeuge verwenden und Teile wieder aufbinden, ohne die Schnittfläche zu vergraben. Ein einzelnes abgeschnittenes Blatt wird nicht automatisch zur vollständigen Pflanze. Nach Umsetzen oder Schwächung erst die Erholung abwarten.
Geeignete Fische und Tiere
Kleine friedliche Fische nutzen die Blätter als Deckung; Garnelen und Schnecken weiden die Oberflächen ab. Feste Blätter widerstehen Schäden besser als feines Stängellaub, bleiben für große Gräber und Pflanzenfresser aber angreifbar. Holz und Steine sichern. Eine passende Pflanze ersetzt weder ausreichenden Schwimmraum noch geeignete Temperaturen oder verträgliche Fischkombinationen.
Mögliche Probleme
Bei Algen auf alten Blättern Beleuchtungsdauer, Standort, Ablagerungen und den übrigen Pflanzenwuchs prüfen. Mehr Eisen oder CO₂ hilft nicht automatisch. Bei Blattverlust nach dem Kauf kontrollieren, ob das Rhizom fest und unbedeckt bleibt. Gesunder Neuaustrieb ist aussagekräftiger als ein geschädigtes Altblatt. Mittel nur nach Anleitung einsetzen und Schnittreste entfernen.
Pflege für diese Pflanze
Pflanzendünger
Werkzeuge
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Beleuchtung wurde geprüft, aber noch nicht verknüpft: Lichtklasse und Ausleuchtung auf Pflanzenhöhe sind nicht ausreichend belegt.
Quellen & Prüfung
Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.





















