Schmetterlingsbuntbarsch
Mikrogeophagus ramirezi

Der Schmetterlingsbuntbarsch vereint blaue Glanzpunkte, dunkle Zeichnung und eine auffällige Rückenflosse in einem kleinen Buntbarschkörper. Mikrogeophagus ramirezi wird oft neben üblichen Gesellschaftsfischen angeboten, verlangt aber eine bewusstere Planung. Die Art aus dem Orinoco-Gebiet braucht warmes Wasser und reagiert empfindlich auf instabile Bedingungen. Ein reifes, ruhig eingerichtetes Aquarium ist wichtiger als ein frisch gestartetes Becken mit scheinbar perfekten Messwerten. Die Tiere suchen Nahrung am Boden und können während der Brutpflege ein Revier verteidigen. Zwei beliebig gekaufte Fische ergeben nicht automatisch ein harmonisches Paar. Wählen Sie passende Individuen, unterbrechen Sie Sichtlinien und halten Sie eine Trennmöglichkeit bereit. Die dauerhafte Wärme ist die wichtigste Einschränkung bei Mitbewohnern: Eine kurzfristig tolerierte gemeinsame Temperatur macht eine andere Art noch nicht zum geeigneten ständigen Partner im Aquarium.
Aquarium planen →Auf einen Blick
- Temperatur
- 27–30 °C
- pH
- 5,5–7,0
- GH
- 1–6 °dGH
- Aquariumlänge
- Ab 60 cm
- Mindestvolumen des Aquariums
- Ab 54 L
- Endgröße
- Etwa 4–5 cm
- Gruppengröße
- 2 Tiere
- Schwimmzone
- Boden
- Verhalten
- Territorial
- Lichtvorliebe
- Gedämpftes Licht
- Deckung
- Pflanzen und geschützte Bereiche
- Hauptfutter
- Feines Granulat, Feines Flockenfutter
- Ergänzungsfutter
- Lebendfutter, Frostfutter, Fein zerkleinertes getrocknetes Naturfutter
Fachquellen nennen 60 × 30 × 30 cm, ungefähr 54 Liter brutto, als Untergrenze für ein verträgliches Paar. Besser mindestens 80 cm und rund 100 Liter oder mehr: zusätzliche Bodenfläche erleichtert Rückzug und Revierbildung.
Über diese Art
Erwachsene Tiere messen ungefähr 4–5 cm, abhängig von Geschlecht und verwendeter Längenmessung. Dunkler Flankenfleck, Augenstreifen und blaue Punkte helfen bei der Erkennung. Nicht mit dem meist größeren Bolivianischen Schmetterlingsbuntbarsch verwechseln, dessen Pflege andere Schwerpunkte hat. Bei gewöhnlichen Farbformen kann ein rosa Bauch auf ein Weibchen hindeuten; Jungfische und ausgewählte Zuchtformen lassen sich so nicht immer sicher bestimmen.
Elektrisch blaue Varianten brauchen ebenfalls warmes, sauberes Wasser. Kaufen Sie gut gebaute Tiere mit ruhiger Atmung, ausreichender Körperfülle und nachgewiesener Futteraufnahme. Schöne Farbe allein verrät wenig über den Zustand nach dem Transport oder darüber, ob zwei Tiere sich als Partner akzeptieren.
Natürlicher Lebensraum
Die natürliche Verbreitung liegt im Orinoco-Gebiet Kolumbiens und Venezuelas, unter anderem in der saisonalen Llanos-Landschaft. Flache warme Gewässer, ruhige Ufer und Deckung verändern sich mit Regen und Überflutung. Sand und feines Bodenmaterial bieten Möglichkeiten zur Nahrungssuche; Pflanzen, Wurzeln und verteilte Deckung schaffen Fluchtwege. Im Aquarium bedeutet dies warme Haltung mit freien Sandflächen und unterbrochenen Sichtlinien, nicht ein dauerhaft kahles Zuchtbecken.
Natürlich vorkommender Sauerstoffmangel oder wechselhafte Bedingungen sind keine Pflegeziele. Gerade bei Wärme ist Gasaustausch wichtig. Wir verwenden stabile Haltungswerte, ohne zu behaupten, jeder Wildbestand und jede Zuchtlinie brauche ein identisches Wasserrezept.
Aquarium und Einrichtung
Fachquellen nennen 60 × 30 × 30 cm, ungefähr 54 Liter brutto, als Untergrenze für ein verträgliches Paar. Besser mindestens 80 cm und rund 100 Liter oder mehr: zusätzliche Bodenfläche erleichtert Rückzug und Revierbildung. Mitbewohner verlangen weiteren Platz; die kleinere Größe ist keine Gesellschaftsempfehlung. Feinen Sand, niedrige Sichtbarrieren, Holz und einige flache Steine verwenden.
Futterstellen frei und die Bodenströmung mäßig halten. Eingefahrene biologische Filterung und stabile Heizung sind wesentlich. Auch größere Becken brauchen eine Trennlösung bei dauerndem Jagen; Liter machen ein unverträgliches Paar nicht verträglich.
Wasserwerte
Wählen Sie 27–30 °C, pH 5,5–7 und ungefähr 1–6 °dGH. Das ist deutlich wärmer als die übliche Neonsalmlerhaltung. Manche Quellen nennen niedrigere Temperaturgrenzen, die hier nicht als Rechtfertigung für dauerhafte kühlere Vergesellschaftung dienen. Ein unbelegter eigener KH-Zielwert wird nicht ergänzt.
Sehr weiches Wasser verlangt sorgfältige pH-Stabilität statt abrupter Korrekturen. Ammoniak und Nitrit dürfen nicht nachweisbar sein. Regelmäßige passende Teilwasserwechsel und geringe Abfallansammlung sind wichtig. Sauerstoffaustausch fördern, ohne starke Strömung auf die Tiere zu richten.
Verhalten und Gruppengröße
Ein akzeptiertes Paar kann zusammenarbeiten, wird aber bei Eiern oder Jungen territorial. Zwei vorhandene Tiere beweisen keine Paarbindung. Auf Fische achten, die in Ecken gedrängt werden, nicht fressen oder keinen Ruheplatz erreichen. Andere Bodenbewohner können wiederholt ins verteidigte Revier geraten.
Winzige Garnelen und Jungtiere können gefressen werden. Pflanzen werden normalerweise nicht als Nahrung zerstört, doch Bodenbewegungen können lose Stecklinge stören. Wärme, Bodenfläche, Futterkonkurrenz und Brutverhalten bestimmen jede Bewertung. Die Karten sind Einzelkombinationen, kein Vorschlag, alle Arten zum Paar zu setzen.
Ernährung
Die Tiere nehmen viele kleine tierische Nahrungsteilchen nahe dem Boden auf. Vollwertiges feines Futter verwenden, das ausreichend sinkt und nachweislich angenommen wird. Neu erworbene Tiere können bei Trockenfutter zögern; tatsächliche Aufnahme prüfen, nicht bloß verschwundenes Futter. Kleine lebende oder aufgetaute Beutetiere bieten Abwechslung.
Getrocknete Daphnien sind nur Ergänzung und müssen gegebenenfalls eingeweicht werden, damit sie die Futterzone erreichen. Kleine Tagesportionen auf ruhige Stellen verteilen. Zu große Partikel, schnelle Mitbewohner und dauerhaft oben treibendes Futter können trotz grundsätzlich geeignetem Produkt Mangel verursachen.
Zucht
Ein passendes Paar kann Eier auf Steinen oder anderen flachen Flächen absetzen. Beide Eltern können Eier und Junge pflegen, wodurch der Revierdruck auf Mitbewohner steigt. Unerfahrene oder gestörte Eltern können Gelege verlieren oder fressen; daraus folgt keine automatische Medikamentengabe. Für gezielte Zucht ist ein separates ruhiges Becken sicherer als ein lebhaftes Gesellschaftsaquarium.
Nach Verbrauch des Dotters brauchen Larven sehr kleines geeignetes Lebendfutter, etwa passende Artemia-Nauplien. Futter und Platz vorher vorbereiten und warmes stabiles Wasser erhalten. Eltern und Brut nicht ständig umsetzen, um ein Ergebnis zu erzwingen.
Quellen & Prüfung
Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.











