Haltungsratgeber · Süßwasser · Fische
Erdbeerbärbling
Boraras naevus
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Der Erdbeerbärbling (Boraras naevus) ist ein winziger Schwarmfisch aus Südthailand. Handelsnamen wie Strawberry Rasbora und Red Micros wurden auch für andere kleine Boraras verwendet, daher ist eine korrekte Bestimmung wichtig. Der Fisch ist friedlich, aber scheu und für ein belebtes Aquarium mit großen oder schnellen Mitbewohnern zu klein. Halten Sie eine eigene Gruppe in einem biologisch eingefahrenen Becken und bieten Sie sehr feines Futter an. Mischen Sie ihn nicht mit anderen Boraras: Die Fachquelle warnt vor möglicher Hybridisierung. Kontrollieren Sie nach der Fütterung, ob jedes Tier frisst.
Aquarium planen →Auf einen Blick
- Temperatur
- 20–28 °C
- pH
- 5,0–7,0
- GH
- 1–10 °dGH
- Aquariumlänge
- Ab 45 cm
- Mindestvolumen des Aquariums
- Ab 41 L
- Endgröße
- Ab 1,3 cm
- Gruppengröße
- Ab 8–10 Tiere
- Verhalten
- Friedlich
Über diese Art
Die Erstbeschreibung hebt den deutlich größeren vorderen Seitenfleck ausgewachsener Männchen gegenüber Weibchen hervor. Dieser Geschlechtsunterschied hilft bei der Bestimmung. FishBase nennt unter Bezug auf die Erstbeschreibung eine maximale Standardlänge von etwa 1,3 cm. Seriously Fish gibt 2 cm an. Die Abweichung bleibt in der internen Quellenabwägung erhalten; hier verwenden wir den kleineren Wert aus der taxonomischen Beschreibung. Die Standardlänge zählt die Schwanzflosse nicht mit.Natürlicher Lebensraum
Boraras naevus ist aus dem unteren Tapi-Einzugsgebiet in der Provinz Surat Thani auf der thailändischen Halbinsel bekannt. Die Art lebt in flachen, klaren Sümpfen und Tümpeln mit Wasserpflanzen. Viele Feuchtgebiete wurden in Reisfelder umgewandelt. Das unterscheidet sie von den Torfsumpf-Schwarzwasserlebensräumen mancher anderer Boraras. Bräunliches, tanninreiches Wasser ist daher nicht automatisch vorauszusetzen.Aquarium und Einrichtung
Seriously Fish empfiehlt für eine Gruppe eine Bodenfläche von mindestens 45 × 30 cm und etwa 41 Liter. So bleiben Schwimmraum und Platz für zeitweilige Reviere der Männchen beim Laichen. Dichte feinblättrige Pflanzen, Schwimmpflanzen und ruhige Rückzugsorte sind sinnvoll, daneben sollte freie Schwimmfläche bleiben. Die Strömung sollte sanft sein. Da die Art auf Schwankungen empfindlich reagiert, gehört sie nur in ein biologisch eingefahrenes Aquarium.Wasserwerte
Das Fachprofil nennt 20–28 °C, pH 5,0–7,0 und GH 1–10 dGH. Dies sind Haltungsgrenzen; separate Zuchthinweise verwenden engere Werte und sind nicht mit der normalen Pflege gleichzusetzen. Erzwingen Sie keinen extremen pH-Wert durch rasche chemische Veränderungen. Messen Sie regelmäßig, vermeiden Sie Ammoniak und Nitrit und halten Sie Pflege und Temperatur stabil. Gewöhnen Sie die Tiere an die Bedingungen im Aquarium, aus dem sie kommen.Verhalten und Gruppengröße
Halten Sie mindestens 8–10 Erdbeerbärblinge zusammen. Eine Gruppe unterstützt natürliches Schwarmverhalten und kann Scheu mindern. Die Art ist friedlich, eignet sich aber nicht für ein lebhaftes Gesellschaftsbecken. Wichtig: Seriously Fish rät von anderen Boraras ab, da Kreuzungen möglich sind. Trennen Sie die Artengruppen auch bei überlappenden Wasserwerten. Größere Fische können die Winzlinge einschüchtern, beim Fressen verdrängen oder als Beute ansehen.Ernährung
Dieser Mikroräuber frisst kleine Insekten, Würmer, Krebstiere und weiteres Zooplankton. Bieten Sie sehr feines Lebend- oder Frostfutter wie Wasserflöhe und Artemia sowie Trockenfutter in passender Größe an. Flocken vor dem Füttern zerreiben und kleine, schluckbare Portionen geben. Achten Sie auf scheue Tiere, die bei Konkurrenz zu kurz kommen können. Trockenfutter allein ist keine empfohlene Ernährung; Reste sind zu entfernen.Zucht
Der Fisch streut Eier zwischen Pflanzen und betreibt keine Brutpflege. In einem eingefahrenen, dicht bepflanzten Aquarium können vereinzelt Jungfische erscheinen, doch erwachsene Tiere fressen möglicherweise Eier und Larven. Für eine gezielte Zucht eignet sich ein separates Becken mit feinen Pflanzen und Eierschutz. Die veröffentlichten Zuchtwerte sind enger als die normalen Haltungsgrenzen. Frisch geschlüpfte Larven sind winzig und brauchen zunächst mikroskopisches Futter. Nicht zusammen mit anderen Boraras züchten oder halten, da Hybridisierung möglich ist.Quellen & Prüfung
Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.

