Zum Inhalt
Lerne deine Bewohner kennen. Ihre Bedürfnisse stehen zuerst.
aquariumwebshop
Haltungsratgeber · Süßwasser · Fische

Kubotai-Bärbling

Microdevario kubotai

Noch kein verifiziertes Artfoto verfügbar

Der Kubotai-Bärbling (Microdevario kubotai), auch Grüner Neonbärbling genannt, ist ein winziger, friedlicher Schwarmfisch aus Thailand und angrenzenden Einzugsgebieten Myanmars. Sein grün-goldener Körper und der helle Seitenstreifen wirken in einer bepflanzten Gruppe besonders auffällig. Trotz seiner geringen Größe eignet er sich nicht für ein frisch eingerichtetes Aquarium: Er braucht eingefahrenes, stabiles und sauerstoffreiches Wasser. Halten Sie mindestens acht bis zehn Tiere zusammen und wählen Sie nur ähnlich kleine, ruhige Beifische. Beobachten Sie den Schwarm nach dem Einsetzen und füttern Sie kleine, vollständig aufgenommene Portionen.

Aquarium planen →

Auf einen Blick

Temperatur
20–27 °C
pH
6,0–7,0
GH
1–10 °dGH
Aquariumlänge
Ab 60 cm
Mindestvolumen des Aquariums
Ab 54 L
Endgröße
Bis 2 cm
Gruppengröße
Ab 8–10 Tiere
Verhalten
Friedlich

Über diese Art

Der akzeptierte Name lautet Microdevario kubotai; Microrasbora kubotai ist eine ältere Kombination. Erwachsene Tiere bleiben bei etwa 2 cm Standardlänge. Der schlanke Körper ist grünlich bis gelb mit einem goldenen Längsstreifen und durchsichtigen Rücken- und Afterflossen. Die Färbung verändert sich mit Licht, Stimmung und Haltungsbedingungen; bestimmen Sie Tiere daher nicht allein nach der Farbe. Weibchen sind meist kräftiger gebaut, Männchen oft kompakter und intensiver gefärbt.

Natürlicher Lebensraum

Die Art ist aus dem Nordwesten Thailands und Zuflüssen des Salween-Einzugsgebiets im Süden Myanmars bekannt. Sie lebt in klaren, sauerstoffreichen Oberläufen und kleinen Nebenbächen mit ruhiger bis mäßiger Strömung. Sand, Kies, Steine und Felsen liegen mit Laub, Wurzeln und stellenweise Wasserpflanzen im Bachbett. Ein Aquarium mit Randbepflanzung und freiem Schwimmraum greift diese Merkmale auf.

Aquarium und Einrichtung

Seriously Fish nennt eine Mindestgrundfläche von 60 × 30 cm und etwa 54 Liter. Das ist ein Mindestmaß für den kleinen Schwarmfisch; berücksichtigen Sie zusätzlich Gruppengröße, Filterleistung und Wasserstabilität. Dunkler Bodengrund, Pflanzen, Holz und Steine passen gut. Mäßige Strömung und gute Sauerstoffversorgung entsprechen dem Lebensraum. Setzen Sie die Fische nur in ein biologisch eingefahrenes Aquarium. Regelmäßige Wasserwechsel und Pflege sind wichtig.

Wasserwerte

Der artspezifische Bereich bei Seriously Fish beträgt 20–27 °C, pH 6,0–7,0 und GH 1–10 dGH. Versuchen Sie nicht, alle Extremwerte gleichzeitig anzustreben. Ein stabiler Wert innerhalb des geeigneten Bereichs ist wichtiger als schnelle Korrekturen. Richten Sie die Bedingungen nach Herkunft und bisherigem Haltungswasser aus. Vermeiden Sie abrupte Änderungen von pH-Wert, Temperatur und Mineralgehalt.

Verhalten und Gruppengröße

Kubotai-Bärblinge sind friedlich, aktiv und gesellig. Halten Sie mindestens 8–10 Tiere; größere Gruppen zeigen natürlicheres Schwarmverhalten. Sie passen am besten zu anderen sehr kleinen Arten mit ähnlichen Wasseransprüchen. Seriously Fish nennt Boraras naevus als möglichen Beifisch. Auch dann sind genügend Platz, stabiles Wasser und vollständige Gruppen nötig. Größere Fische, die die Miniaturbärblinge als Beute ansehen könnten, sollten vermieden werden.

Ernährung

In der Natur frisst die Art kleine Wirbellose, Algen und Zooplankton. Im Aquarium nimmt sie Trockenfutter an, wenn die Partikel klein genug sind; hauptsächlich sollten jedoch feines Lebend- oder Frostfutter wie Wasserflöhe und Artemia angeboten werden. Flocken bei Bedarf zerkrümeln. Füttern Sie kleine Portionen und prüfen Sie, ob alle Tiere Nahrung erreichen. Größere oder schnellere Beifische können den winzigen Fischen Futter wegnehmen.

Zucht

Kubotai-Bärblinge streuen ihre Eier zwischen Pflanzen und betreiben keine Brutpflege. In einem eingefahrenen, dicht bepflanzten Aquarium können gelegentlich Jungfische erscheinen, doch Erwachsene fressen Eier und Larven. Für gezielte Zucht müssen die Eier von den Elterntieren getrennt werden. Die Larven sind äußerst klein und brauchen anfangs sehr feines Futter; die Aufzucht erfordert Vorbereitung und geeignetes Erstfutter.

Quellen & Prüfung

Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.

Verwendete Quellen anzeigen