Zum Inhalt
Lerne deine Bewohner kennen. Ihre Bedürfnisse stehen zuerst.
aquariumwebshop
Haltungsratgeber · Süßwasser · Fische

Zwergbärbling

Boraras maculatus

Noch kein verifiziertes Artfoto verfügbar

Der Zwergbärbling, Boraras maculatus, ist ein Miniaturfisch aus der Familie Danionidae. Eschmeyer’s Catalog of Fishes akzeptiert den Namen innerhalb von Danionidae: Rasborinae; ältere Quellen verwenden die Kombination Rasbora maculata. Die Art ist friedlich, aber wegen ihrer geringen Größe und Scheu keine automatische Wahl für ein belebtes Gesellschaftsaquarium. Eine ruhige Gruppe, stabiles Wasser und Futter, das ins kleine Maul passt, sind wichtiger als hohe Besatzdichte oder grelles Licht. Prüfen Sie vor dem Kauf auch, ob vorhandene Beifische klein und ruhig genug sind.

Aquarium planen →

Auf einen Blick

Temperatur
20–28 °C
pH
4,0–6,5
GH
1–5 °dGH
Aquariumlänge
Ab 45 cm
Mindestvolumen des Aquariums
Ab 41 L
Endgröße
Ab 2,5 cm
Gruppengröße
Ab 8–10 Tiere
Verhalten
Friedlich

Über diese Art

Seriously Fish und FishBase nennen eine maximale Standardlänge von 25 mm. Die Standardlänge endet an der Schwanzwurzel und schließt die Schwanzflosse nicht ein. Der Artname maculatus bezieht sich auf eine Fleckenzeichnung. Boraras naevus sieht ähnlich aus, doch bei B. maculatus reicht die rote Färbung bis auf den Kopf; bei B. naevus nicht. Die Färbung variiert zwischen Populationen. Vergleichen Sie mehrere Merkmale und ersetzen Sie kein Foto durch ein verwandtes Taxon.

Natürlicher Lebensraum

Das Fachprofil nennt als Verbreitung die Malaiische Halbinsel, Südthailand, OSumatra, Singapur und Bintan. Der natürliche Lebensraum umfasst langsam fließende Schwarzwasserbäche und Flüsse an alten Torfsumpfwäldern. Falllaub und anderes organisches Material setzen Tannine frei; das Wasser ist oft sehr weich und sauer. Diese Lebensräume sind durch Rodung, Landwirtschaft und Bebauung bedroht. Die genaue Herkunft von Aquarienfischen ist nicht immer bekannt.

Aquarium und Einrichtung

Trotz der geringen Größe benötigt der Schwarm Schwimmraum. Seriously Fish empfiehlt mindestens 45 × 30 cm Grundfläche, etwa 41 Liter bei der Referenzhöhe. Dabei werden Schwimmen und zeitweilige Reviere der Männchen beim Laichen berücksichtigt. Bieten Sie dichte Bepflanzung, Schwimmpflanzen, Wurzeln und geschützte Bereiche, lassen Sie aber offenes Wasser frei. Die Strömung sollte ruhig sein. Setzen Sie die Fische erst in ein biologisch reifes, stabiles Aquarium.

Wasserwerte

Das Fachprofil nennt 20–28 °C, pH 4,0–6,5 und GH 1–5 dGH. Das sind Pflegebereiche vor dem Hintergrund natürlich sehr weichen, sauren Wassers und keine Aufforderung, den pH schnell auf einen Zielwert zu drücken. Abrupte Änderungen können belasten. Prüfen Sie das Ausgangswasser, wählen Sie eine stabile Haltung passend zu den Fischen und gewöhnen Sie sie langsam ein. Ammoniak und Nitrit müssen bei null bleiben; pflegen Sie das Aquarium regelmäßig.

Verhalten und Gruppengröße

Boraras maculatus ist sehr friedlich, aber scheu. Die Fachquelle empfiehlt mindestens 8–10 Artgenossen; eine größere Gruppe kann natürlicheres Verhalten zeigen, sofern das Aquarium es erlaubt. Große, schnelle oder dominante Fische können die Zwergbärblinge einschüchtern oder als Beute ansehen. Ein Artenbecken ist daher ein guter Ausgangspunkt. Mögliche Beifische sollten ähnlich klein und ruhig sein und weiches Wasser vertragen. Achten Sie darauf, dass alle Tiere genug Futter erhalten.

Ernährung

Die von FishBase angeführten Magenanalysen weisen auf einen Mikroräuber hin, der kleine Insekten, Würmer und Krebstiere frisst. Für das Aquarium empfiehlt Seriously Fish sehr kleine Lebend- oder Frostfuttertiere wie Wasserflöhe und Artemia sowie Trockenfutter in passender Größe; ausschließlich Trockenfutter soll nicht gegeben werden. Zerkleinern Sie Flocken oder verwenden Sie feine Partikel, füttern Sie kleine Portionen und beobachten Sie, ob auch scheue Tiere fressen. Reste entfernen, um die Wasserqualität zu schützen.

Zucht

Seriously Fish beschreibt ein fortlaufendes Laichen: Täglich können wenige Eier abgelegt werden, ohne Brutpflege. In einem reifen bepflanzten Aquarium können gelegentlich Jungfische erscheinen; Erwachsene können Eier und Larven fressen. Für gezielte Zucht beschreibt die Fachquelle ein separates weiches, saures Becken mit feinfiedrigen Pflanzen und Eierschutz. Die winzigen Larven brauchen zunächst mikroskopisch kleines Futter. Zuchtzeiten sind quellengebundene Hinweise und keine Garantie für jedes Aquarium.

Quellen & Prüfung

Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.

Verwendete Quellen anzeigen