Grüner Wendts Wasserkelch
Cryptocoryne wendtii 'Green'

Der grüne Wasserkelch (Cryptocoryne wendtii 'Green') bildet eine Rosette grüner Blätter aus einer gemeinsamen Basis. Er schafft eine ruhige untere Pflanzenschicht und braucht weniger Schnitt als schnelle Stängelpflanzen. Ein fester Standort ist wichtig: Nach dem Umsetzen können alte Blätter zerfallen, während gesunde Wurzeln später erneut austreiben. Das rechtfertigt weder sofortiges Herausziehen aller Wurzeln noch zusätzliche Mittel. Die Form hängt von Licht, Platz und Kulturbedingungen ab. Frei stehende Rosetten können ihre Blätter breit und niedrig ausbreiten. Plane deshalb nicht nur Höhe, sondern auch seitlichen Raum ein und beurteile die Entwicklung über längere Zeit.
Aquarium planen →Auf einen Blick
- Schwierigkeit
- Einfach
- Pflanzenhöhe
- 10–30 cm
- Wachstum
- Mittel
- Platzierung
- Vordergrund, Mittelgrund
- Temperatur
- 20–28 °C
- pH
- 5,0–8,0
- Licht
- Niedrig, Mittel
- CO₂
- Optional
- Nährstoffaufnahme
- Über Wurzeln und Wasser
- Bodengrund
- Sand, Kies, Aquasoil
- Vermehrung
- Ausläufer
Über diese Pflanze
'Green' bezeichnet eine grüne Aquarienform von Cryptocoryne wendtii, keine eigene Wildart. Andere Formen können brauner oder schmalblättriger sein. Gewisse Unterschiede in Farbe und Form sind normal. Die Pflanze ist eine bewurzelte Rosette und wird eingepflanzt, nicht wie ein freies Anubias-Rhizom aufgebunden. Den zentralen Vegetationspunkt beim Pflanzen schützen.
Natürlicher Lebensraum
Cryptocoryne wendtii stammt aus Sri Lanka. Die Kulturform besitzt die Anpassungsfähigkeit einer Ufer- und Wasserpflanze. Über Wasser gezogene Blätter eignen sich nicht unbedingt dauerhaft für untergetauchten Wuchs. Veränderungen nach dem Kauf sagen deshalb nicht allein etwas über die Beckenqualität aus. Stabile Umstellung, ungestörte Wurzeln und Zeit sind wichtiger als die Nachbildung eines unbekannten Fundorts.
Platzierung im Aquarium
Als breiter Kulturrahmen gelten 20–28 °C und pH 5–8. Die Blatthöhe liegt meist innerhalb von 10–30 cm, abhängig vom Standort. Vorder- oder Mittelgrund nach Beckengröße wählen. Wurzeln vorsichtig einsetzen, die Rosettenbasis an der Bodenoberfläche belassen. Nachbarpflanzen dürfen den Neuzugang nicht sofort beschatten. Einen gut eingewachsenen Wasserkelch möglichst nicht ständig umsetzen.
Licht
Wenig bis mittleres Licht kann genügen; Züchter beurteilen das Optimum unterschiedlich. Mehr Licht kann kompakteren Wuchs fördern, verlangt aber passende Kohlenstoff- und Nährstoffversorgung. Schwaches Licht mit starker Beschattung verzögert die Erholung. Neuwuchs beobachten. Ein allgemeiner Start mit 6 Stunden, später eventuell 8 Stunden, ist eine Pflegestrategie, keine artspezifische Messung. Ein belegter PAR-Bereich fehlt.
CO₂
CO₂ ist optional. Die Pflanze lässt sich ohne Zugabe halten; eine vorhandene stabile Versorgung kann den Wuchs unterstützen. Höhere Züchterempfehlungen machen eine Anlage nicht in jedem Becken nötig. Licht entsprechend wählen. Nach Blattverlust nicht sofort zusätzliches CO₂ als Behandlung ansehen, sondern Wurzeln und Basis prüfen und Neuaustrieb abwarten.
Nährstoffe und Düngung
Das kräftige Wurzelsystem macht Bodennährstoffe relevant. Auch Nährstoffe im Wasser tragen zur Gesamtversorgung bei. Makro- und Spurenelemente berücksichtigen, Eisen aber nicht als allgemeines Mittel gegen helle Blätter einsetzen. In altem nährstoffarmem Sand oder Kies kann gezielte Wurzeldüngung helfen. Ein reicher Boden braucht nicht automatisch eine weitere volle Dosis. Zusammensetzung und Anleitung beachten.
Bodengrund und Wurzeldüngung
Der Boden soll Wurzelwachstum und sicheren Halt ermöglichen. Eine Nährschicht unter geeigneter Abdeckung ist eine Möglichkeit, keine Pflicht. Aquasoil kann Wasserwerte verändern und muss auch zum Besatz passen. Überschüssiges Kulturmaterial entfernen, nicht um die Basis stopfen. Den Vegetationspunkt freihalten und neben etablierten Wurzeln nicht ständig tief wühlen.
Wuchs und Schnitt
Der Wuchs ist meist mittelstark. Stark geschädigte Blätter an der Basis entfernen, ohne junge Stiele auszureißen. Werden Blätter nach Änderungen weich oder durchsichtig, lose Reste entfernen und die Wurzeln getrennt beurteilen: Eine gesunde Basis kann neu austreiben. Die Rosette nicht wie Rasen quer über die Blattspitzen schneiden. Tochterpflanzen Platz lassen oder gezielt auslichten.
Vermehrung
Ausläufer bilden Tochterrosetten. Junge Pflanzen vor dem Trennen eigene Wurzeln und genügend Blätter entwickeln lassen. Nicht kräftig an langen unterirdischen Ausläufern ziehen; die Verbindung vorsichtig freilegen und gegebenenfalls schneiden. An geschützter Stelle einsetzen. Geschwächte Pflanzen erst erholen lassen, statt sie nur zur Vermehrung zu teilen.
Geeignete Fische und Tiere
Kleine friedliche Fische finden zwischen Rosetten Deckung; darüber bleibt Schwimmraum. Bodenfische brauchen weiterhin freie Futter- und Ruheflächen. Gräber können neue Pflanzen lösen, große Pflanzenfresser Blätter beschädigen. Dichte Bepflanzung ersetzt keine artgerechte Einrichtung. Zentrale Beziehungen berücksichtigen Wasser und Raum, bedeuten aber nicht, dass alle verknüpften Fische gemeinsam verträglich sind.
Mögliche Probleme
Blattzerfall nach dem Umsetzen ist bekannt, doch nicht jedes braune Blatt hat dieselbe Ursache. Plötzliche Änderungen, bedeckte Vegetationspunkte, Wurzelschäden und Lichtkonkurrenz prüfen. Faulendes Laub entfernen, gesunde Teile erhalten. Bei anhaltend schlechter Erholung Nährstoffe und Wasserpflege insgesamt prüfen. Wiederholtes Umsetzen zwischen Schatten und hellem Licht erzwingt immer neue Anpassung.
Pflege für diese Pflanze
Pflanzendünger
Nährboden
Werkzeuge
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Beleuchtung wurde geprüft, aber noch nicht verknüpft: Lichtklasse und Ausleuchtung auf Pflanzenhöhe sind nicht ausreichend belegt.
Quellen & Prüfung
Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.











