Smaragd-Zwergbärbling
Danio erythromicron
Der Smaragd-Zwergbärbling (Danio erythromicron), auch als Smaragd-Zwerg-Rasbora verkauft, ist ein kleiner Gruppenfisch aus dem Einle-Seegebiet in Myanmar. Sein grüner Körper mit rotbraunen Querbinden ist markant, doch die geringe Größe verlangt ruhige, geschützte Bedingungen. Dominante Männchen können rangeln, und saures Wasser bekommt der Art nicht. Bieten Sie ein eingefahrenes, stabiles Aquarium mit ausreichend Grundfläche und einer größeren Gruppe. Nicht mit dem nah verwandten Perlhuhnbärbling vergesellschaften: Es gibt begrenzte Hinweise auf Hybridisierung.Männchen imponieren und rangeln, besonders in Laichstimmung; eine angemessene Gruppe und Sichtschutz sind daher wichtiger als die Literzahl allein. Die Art stammt aus einer Karstlandschaft und benötigt andere Wasserbedingungen als viele Weichwasser-Danios. Der Handelsname mit „Rasbora“ darf nicht zur Verwechslung mit dem Perlhuhnbärbling führen. Prüfen Sie beim Kauf auch Flossen und Schwanzstiel auf ungewöhnliche Merkmale, die auf unklare Kreuzungen hindeuten könnten.
Aquarium planen →Auf einen Blick
- Temperatur
- 20–24 °C
- pH
- 7,0–8,0
- GH
- 12–20 °dGH
- Aquariumlänge
- Ab 60 cm
- Mindestvolumen des Aquariums
- Ab 54 L
- Endgröße
- Bis 2 cm
- Gruppengröße
- Ab 20 Tiere
- Verhalten
- Friedlich
Über diese Art
Der gültige wissenschaftliche Name lautet Danio erythromicron; ältere Kombinationen sind Microrasbora erythromicron und Celestichthys erythromicron. Erwachsene Tiere erreichen etwa 20 mm Standardlänge. Der Körper ist grün bis blaugrün mit rotbraunen Querbinden. Männchen sind meist farbintensiver und schlanker, Weibchen fülliger. Handelsnamen mit „Rasbora“ ändern die taxonomische Zuordnung nicht. Achten Sie auf normale Körperform und gleichmäßiges Schwimmen und seien Sie bei gemischten oder unsicheren Zuchtlinien vorsichtig.Natürlicher Lebensraum
Die Art ist vom Inle-See und benachbarten Gewässern im Shan-Staat von Myanmar bekannt. Flache Uferbereiche sind mit röhrichtartigen Pflanzen und dichter Unterwasservegetation bewachsen. Schwimmende Gärten bilden Wurzel- und Stängelgeflechte, die kleinen Fischen Deckung bieten. Das klare Seewasser ist neutral bis leicht alkalisch. Diese Habitatangaben helfen bei der Einrichtung, müssen aber nicht exakt nachgebaut werden. Vermeiden Sie saures, tanninreiches Wasser, das dieser Art nicht entspricht.Aquarium und Einrichtung
Für den kleinen, aber sozialen Danio nennt Seriously Fish eine Mindestgrundfläche von 60 × 30 cm und ungefähr 54 Liter. Die Fläche berücksichtigt das Verhalten dominanter Männchen; das Volumen allein entscheidet nicht über die Eignung. Verwenden Sie dunklen Bodengrund, dichte Pflanzen, Sichtschutz und eine sanfte Filterung. Schwimmpflanzen können zusätzliche Deckung bieten. Lassen Sie etwas freien Schwimmraum und setzen Sie die Fische erst in ein eingefahrenes, stabiles Aquarium. Deutlich größere oder lebhafte Beifische können die scheuen Tiere einschüchtern oder beim Fressen verdrängen.Wasserwerte
Als Fachbereich gelten 20–24 °C, pH 7,0–8,0 und GH 12–20 dGH. Die Art stammt aus dem neutralen bis leicht alkalischen Inle-See und verträgt saures Wasser schlecht. Halten Sie die Werte stabil und vermeiden Sie schnelle Korrekturen. Richten Sie die Pflege nach Messwerten, Besatz und bisherigen Haltungsbedingungen aus; eine Feldmessung ist kein Grund, das Aquarium abrupt umzustellen.Verhalten und Gruppengröße
Halten Sie Smaragd-Zwergbärblinge in einer Gruppe, möglichst mit 20 oder mehr Tieren, und genügend Platz. Die Tiere sind scheu, Männchen können rangeln; Deckung und eine größere Gruppe helfen, die Aufmerksamkeit zu verteilen. Seriously Fish berichtet begrenzte Hinweise auf Hybridisierung mit dem Perlhuhnbärbling (Danio margaritatus) und rät von gemeinsamer Haltung ab. Das gilt auch dann, wenn sich einzelne Temperatur- oder Wasserwerte überschneiden. Prüfen Sie bei anderen Beifischen Größe, Verhalten und den gesamten Wasserbedarf.Ernährung
Die Art frisst kleine Wirbellose und Zooplankton. Bieten Sie abwechslungsreiches, passend kleines Futter: geeignete Mikropellets, feines Lebendfutter und Frostfutter wie Wasserflöhe oder Artemia. Frisch importierte oder magere Tiere gewöhnen sich möglicherweise schwer ein; beginnen Sie mit kleinen Lebendfuttertieren und führen Sie Trockenfutter schrittweise ein. Sie fressen selten an der Oberfläche, daher ist schwimmendes Futter ungeeignet. Füttern Sie kleine Portionen und kontrollieren Sie, ob alle Tiere fressen.Zucht
Smaragd-Zwergbärblinge streuen Eier und betreiben keine Brutpflege. In einem eingefahrenen, dicht bepflanzten Aquarium können Jungfische auftauchen; Erwachsene fressen jedoch Eier und Larven. Gezielte Zucht erfordert ein separates Becken mit feinen Pflanzen oder geeignetem Laichmaterial. Entfernen Sie die Elterntiere nach dem Ablaichen und bereiten Sie mikroskopisch kleines Erstfutter vor. Zu berücksichtigen sind sowohl der Eifraß als auch die winzige frühe Larvenphase.Quellen & Prüfung
Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.

