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Haltungsratgeber · Süßwasser · Fische

Trauermantelsalmler

Gymnocorymbus ternetzi

Trauermantelsalmler (Gymnocorymbus ternetzi) mit dunklen Körperbinden
Trauermantelsalmler (Gymnocorymbus ternetzi), Foto: Nicklas Iversen / akvaportalen.no; CC BY-SA 4.0. Bildausschnitt verändert. Foto: Corydoras-adolfoi; attribution © Nicklas Iversen / akvaportalen.no · Quelle · CC BY-SA 4.0Cropped and resized; no colour changes.

Der Trauermantelsalmler, auch Schwarzer Witwensalmler genannt, ist ein robuster südamerikanischer Schwarmfisch. Er wird größer als viele bekannte kleine Salmler: FishBase nennt bis zu 7,5 cm Standardlänge. Plane ein langes Aquarium mit freiem Schwimmraum, Randbepflanzung und einer ausreichend großen Gruppe. Bei zu kleinen Gruppen oder langsamen, langflossigen Mitbewohnern kann diese aktive Art Flossen zupfen. Achte beim Kauf auf unversehrte Flossen, normale Atmung und aktives, aber nicht gehetztes Schwarmverhalten. Dieser Guide unterscheidet die Normalform von Zuchtformen. Gruppengröße, Platz und sorgfältig ausgewählte Mitfische bestimmen gemeinsam, ob die Tiere ruhig bleiben; Wasserwerte allein beantworten diese Frage nicht.

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Auf einen Blick

Temperatur
20–26 °C
pH
6,0–7,0
GH
5–20 °dGH
Aquariumlänge
Ab 75 cm
Mindestvolumen des Aquariums
Ab 68 L
Endgröße
Bis 7,5 cm
Gruppengröße
Ab 5 Tiere
Verhalten
Friedlich, Kann Flossen zupfen

Über diese Art

Gymnocorymbus ternetzi wurde 1895 von Boulenger als Tetragonopterus ternetzi beschrieben. Eschmeyer's Catalog of Fishes akzeptiert die aktuelle Kombination Gymnocorymbus ternetzi innerhalb der Acestrorhamphidae. Im Handel heißt der Fisch Trauermantelsalmler, Schwarzer Witwensalmler, Black Skirt Tetra oder Black Tetra. Goldene, helle und langflossige Formen sind Zuchtformen derselben Art; grell gefärbte Tiere können künstlich gefärbt sein und sind keine natürlichen Farbvarianten.

Der hochrückige, seitlich abgeflachte Körper zeigt dunkle senkrechte Binden und eine breite Afterflosse, die wie ein Rock wirkt. Die intensive schwarze Jugendfärbung verblasst bei vielen erwachsenen Tieren. Eine hellere Adultfärbung ist allein kein Krankheitszeichen. FishBase nennt maximal 7,5 cm Standardlänge; sie wird bis zur Schwanzwurzel gemessen.

Männchen sind meist schlanker und etwas kleiner, Rücken- und Afterflosse laufen stärker zu. Jungfische lassen sich äußerlich kaum sicher unterscheiden; ein rundlicheres Weibchen kann schlicht Laich tragen.

Natürlicher Lebensraum

Die Art stammt aus den Flusssystemen von Paraguay und Guaporé in Südamerika. Der Catalog of Fishes nennt Teile von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay und Peru. In Bächen und Nebenläufen nutzen die Fische vor allem mittlere und obere Wasserschichten. Die örtlichen Bedingungen unterscheiden sich; das Aquarium muss daher kein einzelnes Biotop exakt nachbilden.

Die Art wird seit Langem in großem Umfang gezüchtet und gilt laut Seriously Fish als im Handel allgegenwärtig. Daraus folgt nicht die Herkunft einer bestimmten Lieferung. Frage bei Bedarf den Händler nach der Herkunft und beurteile den Zustand der Tiere.

Aquarium und Einrichtung

Seriously Fish empfiehlt für eine Gruppe eine Grundfläche von etwa 75 × 30 cm und ungefähr 68 Liter. FishBase nennt mindestens 60 cm Länge und Gruppen ab fünf Tieren. Weil die Art aktiv ist und in zu kleinen Gruppen Flossenzupfen auftreten kann, ist 75 cm ein sinnvollerer Ausgangspunkt; für einen vollständigen Schwarm und Mitfische ist ein größeres Aquarium besser. Das Volumen allein reicht als Maß nicht aus: Länge und freie Schwimmstrecke zählen.

Halte die mittlere Zone offen. Pflanzen, Wurzeln und Dekoration kommen vorwiegend an Rück- und Seitenwände; Schwimmpflanzen können das Licht dämpfen. Nutze einen eingefahrenen Filter, gute Sauerstoffversorgung und eine sichere Abdeckung. Setze Fische nur in ein stabiles, biologisch eingefahrenes Becken.

Wasserwerte

Die Quellen überschneiden sich bei 20–26 °C, pH 6–7 und GH ungefähr 5–19/20 °dGH. FishBase nennt einen weiteren pH-Bereich bis 8, Seriously Fish empfiehlt 6–7. Dieser Guide verwendet deshalb den vorsichtigeren pH-Bereich. Stabilität ist wichtiger als eine erzwungene exakte Zahl; schnelle Änderungen bleiben belastend.

Ein verlässlicher artspezifischer KH-Zielwert ist in den Quellen nicht belegt und wird daher nicht angegeben. Miss regelmäßig, erhalte die Wasserqualität durch Pflege und verwende keine Mittel allein zum Erzwingen eines Zahlenwerts.

Verhalten und Gruppengröße

Trauermantelsalmler sind aktive Schwarmfische, die sich meist friedlich im Freiwasser bewegen. Das Fachprofil warnt vor Flossenzupfen und merkt an, dass eine Gruppe von mindestens zwölf Tieren Rangeleien eher im Schwarm hält. Das ist keine Garantie und ersetzt nicht den nötigen Platz. Wähle Mitfische mit passender Adultgröße und ähnlichem Aktivitätsniveau.

Langsame, langflossige Fische wie Kampffische und Schleierformen sind ungeeignet. Sehr kleine Fische oder Garnelennachwuchs können durch Größe und opportunistische Ernährung gefährdet sein. Kompatibilität hängt von mehr als Temperatur oder pH ab: beachte Endgröße, Schwimmzone, Gruppengröße, Aquarienlänge und Futterkonkurrenz. Trenne die Tiere, falls Verfolgung anhält, Flossen verletzt werden oder einzelne nicht fressen können.

Ernährung

Die Art ist ein Allesfresser. Ein vollständiges Qualitätsflockenfutter oder passende Granulate eignen sich als Basis; ergänze kleine Frost- oder Lebendfutter wie Wasserflöhe und Mückenlarven. Biete Portionen an, die rasch gefressen werden, und entferne Reste. Verteile das Futter so, dass auch rangniedrige Tiere fressen.

Ein vorhandenes vollständiges omnivores Flockenfutter kann als Basis dienen. Ein Produkt ersetzt jedoch keine abwechslungsreiche Fütterung; beobachte die Aufnahme und vermeide Überfütterung.

Zucht

Trauermantelsalmler lassen sich als Eierstreuer relativ einfach züchten, doch die Elterntiere fressen den Laich. Für einen gezielten Zuchtversuch brauchst du ein separates, schwach beleuchtetes Aquarium mit feinfiedrigen Pflanzen, einem Laichmopp oder einem Gitter, durch das Eier außer Reichweite fallen. Konditioniere die Tiere mit abwechslungsreichem Futter. Eine kleine Gruppe oder ein sorgfältig ausgewähltes Paar ist möglich; vermeide langes Hetzen.

Entferne die Elterntiere, sobald Eier zu sehen sind. Laut Seriously Fish schlüpfen die Larven nach etwa 18–36 Stunden und schwimmen einige Tage später frei. Beleuchte das Zuchtbecken anfangs gedämpft und füttere die freischwimmenden Jungfische zunächst sehr fein, später größer, sobald sie es aufnehmen. Zuchtbedingungen unterscheiden sich von der Alltagspflege.

Quellen & Prüfung

Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.

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