Zum Inhalt
Lerne deine Bewohner kennen. Ihre Bedürfnisse stehen zuerst.
aquariumwebshop
Haltungsratgeber · Süßwasser · Fische

Stoliczka-Barbe

Pethia stoliczkana

Noch kein verifiziertes Artfoto verfügbar

Die Stoliczka-Barbe (Pethia stoliczkana) ist ein friedlicher, aktiver Schwarmfisch aus Teilen Indiens, Myanmars, Thailands und Laos. Sie wird häufig mit Pethia ticto verwechselt; ein wichtiges Merkmal ist die vollständige Seitenlinie bei P. stoliczkana gegenüber der unvollständigen bei P. ticto. Seriously Fish nennt etwa 5 cm Standardlänge und empfiehlt mindestens 75 × 30 cm Grundfläche, rund 68 Liter, für acht bis zehn Tiere. Die Art schätzt klares, sauerstoffreiches Wasser mit etwas Bewegung. Ein geräumiges, eingefahrenes Aquarium mit geschützten Randbereichen gibt dem Schwarm Sicherheit. Beobachten Sie die Gruppe nach dem Einsetzen und füttern Sie abwechslungsreich in kleinen Portionen.

Aquarium planen →

Auf einen Blick

Temperatur
18–26 °C
pH
6,0–7,5
GH
1–15 °dGH
Aquariumlänge
Ab 75 cm
Mindestvolumen des Aquariums
Ab 68 L
Endgröße
Bis 5 cm
Gruppengröße
Ab 8–10 Tiere
Verhalten
Friedlich

Über diese Art

Seriously Fish verwendet den Namen Pethia stoliczkana (Day, 1871). In älterer Literatur und manchen Datenbanken finden sich auch Pethia oder Puntius stoliczkanus. „Pearlscale barb“ wird gelegentlich für eine regionale Form benutzt, doch ein Handelsname beweist keine Herkunft. Das Muster ist meist gebändert oder gefleckt und kann zwischen Populationen variieren. Im Zweifel sind Seitenlinie und weitere taxonomische Merkmale wichtiger als die Farbe allein.

Natürlicher Lebensraum

Das Verbreitungsgebiet reicht von Manipur im Nordosten Indiens über Myanmar und Thailand bis ins westliche Laos. Die Art lebt überwiegend in beschatteten, fließenden Oberläufen und Nebenbächen. Das Wasser ist dort oft klar und sauerstoffreich; der Untergrund besteht aus Sand, Kies, Felsen, Geröll und Laub. Äste, Treibholz und Uferwurzeln bieten Struktur; Wasserpflanzen wachsen vor allem in ruhigeren Abschnitten.

Aquarium und Einrichtung

Verwenden Sie für einen Schwarm von acht bis zehn Tieren mindestens 75 × 30 cm Grundfläche und etwa 68 Liter. Bieten Sie Schwimmraum und geschützte Randbereiche mit Pflanzen, Holz und eventuell Schwimmpflanzen. Etwas Bewegung und gute Sauerstoffversorgung sind passend, extreme Strömung im ganzen Becken ist jedoch unnötig. Dunkler Bodengrund kann die Zeichnung betonen. Fahren Sie den Filter ein und sichern Sie die Abdeckung.

Wasserwerte

Seriously Fish empfiehlt 18–26 °C, pH 6,0–7,5 und GH 1–15 dGH. Halten Sie die Werte stabil und gewöhnen Sie Fische schrittweise ein. Der Lebensraum in Fließgewässern macht Sauerstoff und Wasserqualität wichtig, belegt aber keine starke Strömung überall. Stimmen Sie Temperatur und Bewegung auf den gesamten Besatz ab.

Verhalten und Gruppengröße

Die Stoliczka-Barbe ist meist friedlich und sozial. Halten Sie acht bis zehn Tiere. Wählen Sie Mitbewohner nach Endgröße, Schwimmzone, Aktivität, Strömungsbedarf und Wasserbedingungen; ähnlicher pH allein beweist keine Verträglichkeit. Vergleichbar große friedliche Fische mit passender Aktivität sind die sichere Wahl. Vermeiden Sie Arten, die die Barben beim Fressen ständig verdrängen.

Ernährung

In der Natur frisst sie Kieselalgen, Algen, Detritus, kleine Insekten, Würmer, Krebstiere und Zooplankton. Verwenden Sie Alleinflocken oder feines Granulat mit Pflanzen-/Algenanteil als Basis. Ergänzen Sie geeignete kleine Portionen Daphnien, Artemia oder anderes Frost-/Lebendfutter. Verteilen Sie das Futter im Schwarm und entfernen Sie Reste.

Zucht

Die Art streut Eier und betreibt keine Brutpflege. In einem reifen Aquarium können gelegentlich Jungfische erscheinen, doch Erwachsene fressen möglicherweise Eier. Für gezielte Zucht eignet sich ein separates, schwach beleuchtetes Becken mit Gitter, Murmeln, feinen Pflanzen oder Laichmopps; entfernen Sie die Eltern nach dem Ablaichen. Seriously Fish nennt 24–48 Stunden bis zum Schlupf und etwa einen weiteren Tag bis zum Freischwimmen; anfangs Infusorien füttern.

Quellen & Prüfung

Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.

Verwendete Quellen anzeigen