Schwarzer Phantomsalmler
Megalamphodus megalopterus

Der Schwarze Phantomsalmler (Megalamphodus megalopterus) ist ein beliebter, friedlicher südamerikanischer Schwarmfisch. Männchen fallen durch tiefschwarze, vergrößerte Flossen auf; Weibchen sind fülliger und haben rötliche untere Flossen. Die ruhige Art und ihr sichtbares Imponierverhalten machen sie für ein gut geplantes Gesellschaftsaquarium geeignet. Halte eine gemischte Gruppe von acht bis zehn oder mehr Tieren in einem eingefahrenen Becken mit Pflanzen, Holz und freiem Schwimmraum. Stabiles Wasser und abwechslungsreiches Futter sind wichtiger als die Nachbildung eines einzigen Naturbiotops. Beobachte nach dem Einsetzen, ob alle Tiere ruhig schwimmen und zuverlässig fressen.
Aquarium planen →Auf einen Blick
- Temperatur
- 22–28 °C
- pH
- 6,0–7,0
- GH
- 1–12 °dGH
- Aquariumlänge
- Ab 80 cm
- Mindestvolumen des Aquariums
- Ab 72 L
- Endgröße
- Bis 3,6 cm
- Gruppengröße
- Ab 8 Tiere
- Verhalten
- Friedlich
Über diese Art
Der Schwarze Phantomsalmler stammt aus Bolivien und dem westlichen Brasilien. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Oberläufe der Madeira-Zuflüsse, darunter Guaporé/Iténez, sowie den oberen Paraguay. Der akzeptierte Name lautet Megalamphodus megalopterus; Hyphessobrycon megalopterus ist eine gebräuchliche ältere Kombination. Seriously Fish führt auch Megalamphodus rogoaguae als früheren Namen. Daraus entstehen keine getrennten Aquarienarten.
Seriously Fish nennt etwa 36 mm Standardlänge ohne Schwanzflosse. Männchen haben dunkle Rücken-, After- und Bauchflossen, die vergrößert sein können. Weibchen sind tiefer gebaut und zeigen häufiger rötliche Bauch-, After- und Fettflossen. Bei einzelnen Tieren ist der Unterschied nicht immer deutlich. Eine langflossige Handelsform ist eine Zuchtform, keine eigene Art.
Natürlicher Lebensraum
Die Art bewohnt stehende und langsam fließende Nebenarme, Rückwasserbereiche, Tümpel und kleine Seen. Sie sammelt sich bei Uferpflanzen und untergetauchten Baumwurzeln. In Teilen des Pantanal kommen kleine Salmler auch in klarem, pflanzenreichem Wasser vor. Ein dunkles Schwarzwasseraquarium ist daher nicht die einzig passende Interpretation des Lebensraums.
Sand, verzweigtes Holz und Randbepflanzung bieten Deckung. Freier Schwimmraum sollte bleiben. Laub kann zusätzlich Verstecke und Mikroorganismen liefern, ist aber nicht zwingend; verrottendes Material muss entfernt werden, bevor die Wasserqualität leidet. Auch ein klares Pflanzenaquarium eignet sich. Entscheidend ist eine ruhige, geschützte Umgebung mit guter Wasserqualität, nicht die exakte Kopie einer lokalen Wasserchemie.
Aquarium und Einrichtung
Seriously Fish nennt 80 × 30 cm Grundfläche und rund 72 Liter als kleinstes in Betracht kommendes Becken. Das ist eine quellenbezogene Größenangabe, keine allgemeine Besatzregel. Behalte Grundfläche und Länge auch dann bei, wenn ein höheres Becken dasselbe Volumen hat. Eine gemischte Gruppe von mindestens acht bis zehn Tieren passt zu ihrem Sozialverhalten; Männchen können imponieren und zeitweilige Rangordnungen bilden.
Geeignet sind Sand oder ein anderer sicherer Bodengrund, Holz, Randpflanzen und eine freie Schwimmzone. Ein eingefahrener Filter und regelmäßige Pflege unterstützen stabile Bedingungen. Vermeide eine Strömung, die alle ruhigen Bereiche beseitigt. Der Fisch ist friedlich, sollte aber nicht mit Räubern oder sehr aufdringlichen Arten leben, die Futter und Platz beanspruchen. Die rund 72 Liter ergeben sich aus Grundfläche und Beispielhöhe; das Volumen allein entscheidet nicht über die Eignung.
Wasserwerte
Seriously Fish nennt 20–28 °C, pH 5,0–7,0 und GH 1–12 dGH. FishBase gibt 22–28 °C, pH 6,0–7,5 und keine verlässliche untere Härtegrenze an. Dieser Ratgeber nutzt vorsichtig die Überschneidung von 22–28 °C und pH 6,0–7,0. Der GH-Bereich wird ausschließlich Seriously Fish zugeschrieben. Ein verlässlicher artspezifischer KH-Zielwert liegt nicht vor.
Halte gewählte Werte stabil und gewöhne Fische langsam ein. Die Quellen belegen keine Notwendigkeit für abruptes Ansäuern, Torf oder ein spezielles mineralarmes Regime. Kontrolliere Temperatur und Wasserqualität regelmäßig und passe Wasserwechsel an das Aquarium an. Die Überschneidung unterschiedlicher Quellwerte ist ein vorsichtiger Praxisbereich, keine scharfe biologische Grenze; stabile Bedingungen darin sind das Ziel.
Verhalten und Gruppengröße
Der Schwarze Phantomsalmler ist meist sehr friedlich. In einer Gruppe von acht bis zehn oder mehr Tieren bilden sich zeitweilige soziale Rangordnungen. Männchen können ihre Flossen spreizen und um Weibchen werben. Dieses Imponieren gehört zur Art; achte darauf, dass es kurz bleibt und nicht in Verletzungen oder ständiges Jagen übergeht.
Ruhige, ähnlich große Salmler, kleine Beilbauchfische, Bleistiftfische und geeignete kleine bis mittelgroße, nicht räuberische Buntbarsche können passen, abhängig vom Gesamtbesatz. Vermeide aggressive Flossenzupfer und große Räuber. Serpae-Salmler werden ebenfalls nicht empfohlen, da ihr Flossenzupfen mit den auffälligen Flossen dieser Art kollidieren kann. Berücksichtige Verhalten, Schwimmraum und Futterkonkurrenz; gleiche Wasserwerte allein reichen nicht. Pflanzen oder Holz können Sichtachsen unterbrechen.
Ernährung
Die Art ist vermutlich omnivor. Das Fachprofil nennt kleine Wirbellose, Krebstiere, Fadenalgen und herabgefallene Früchte als natürliche Nahrungsbestandteile. Im Aquarium kann sie Trockenfutter annehmen, profitiert aber von Abwechslung mit kleinen Frost- und Lebendfuttertieren wie Mückenlarven, Wasserflöhen oder Moina.
Feines Granulat und Flocken können eine praktische Basis sein, wenn sie gut gefressen werden. Verteile das Futter so, dass auch rangniedrigere Tiere etwas erhalten. Kleine Portionen begrenzen Abfall und schützen die Wasserqualität. Wechsle Futterarten ab, statt eine Beute als vollständige Diät anzusehen. Eine bestimmte Marke ist nicht erforderlich; ein verknüpftes vorhandenes Produkt ist eine geeignete Möglichkeit, keine biologische Pflicht.
Zucht
Der Schwarze Phantomsalmler ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. In einem reifen Aquarium können einzelne Jungfische auftauchen, doch erreichbare Eier werden von Erwachsenen gefressen. Für die gezielte Zucht dient ein separates, eingefahrenes Becken mit gedämpftem Licht und feinem Gitter, Glasmurmeln, feinfiedrigen Pflanzen oder einem Laichmopp. Ein luftbetriebener Schwammfilter oder Ausströmer sorgt für Sauerstoff und sanfte Bewegung.
Die Quelle empfiehlt leicht saures bis neutrales Wasser und eine Temperatur am warmen Ende des normalen Bereichs; ein einzelner Sollwert ist nicht universell. Konditioniere die Elterntiere abwechslungsreich. Ein Paar oder eine kleine Gruppe kann nach dem Umsetzen ablaichen, oft am nächsten Morgen, doch der Zeitpunkt variiert. Entferne die Erwachsenen, sobald Eier bestätigt sind. Frisch geschlüpfte Larven brauchen sehr feines Futter wie Paramecium oder Staubfutter von etwa 5–50 Mikrometern; Artemia-Nauplien oder Mikrowürmer folgen, wenn die Jungfische groß genug sind.
Quellen & Prüfung
Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.
Verwendete Quellen anzeigen
- Tetra — TetraMin Mini Granules — manufacturer product information
- Seriously Fish — Megalamphodus megalopterus — species profile, revised 2026
- FishBase — Megalamphodus megalopterus, Black phantom tetra — FishBase
- ITIS — ITIS report — Megalamphodus megalopterus
- NCBI — NCBI Taxonomy Browser — Megalamphodus megalopterus
- Vertebrate Zoology — D. Bork, A. Zarske and H.J. Richter — source of the female photograph
- Wikimedia Commons — Hyphessobrycon megalopterus (31473-B).png — Wikimedia Commons
- Creative Commons — Creative Commons Attribution 4.0 International

