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Haltungsratgeber · Süßwasser · Fische

Rubinsalmler

Aphyocharax rathbuni

Grünfeuersalmler (Aphyocharax rathbuni)
Ausgewachsener Grünfeuersalmler, fotografiert in Paraguay. Foto: Dirk-Peter Gartner · Quelle · CC BY 3.0resize-compress; preserve aspect ratio

Der Grünfeuersalmler (Aphyocharax rathbuni) ist ein kleiner, aktiver südamerikanischer Schwarmfisch. Seine grün schillernden Flanken und roten Seiten- und Schwanzbereiche wirken besonders im Schwimmen. Halten Sie mindestens sechs Tiere in einem Aquarium mit etwa 60 × 30 cm Grundfläche (rund 54 Liter) und bieten Sie neben Pflanzen freie Schwimmfläche. Ein Kurzprofil nennt ihn friedlich, doch der artspezifische Verträglichkeitstext warnt vor Flossenzupfen. Vermeiden Sie langsame und langflossige Mitbewohner und beobachten Sie die Kombination sorgfältig.Eine sichere Abdeckung, stabiles Wasser und eine vollständige Gruppe sind wichtiger als zusätzliche Dekoration. Das genannte Volumen ist keine freie Kapazität für weitere Arten.

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Auf einen Blick

Temperatur
20–26 °C
pH
6,5–7,5
GH
2–20 °dGH
Aquariumlänge
Ab 60 cm
Mindestvolumen des Aquariums
Ab 54 L
Endgröße
Etwa 4,5–7,1 cm
Gruppengröße
Ab 6 Tiere
Verhalten
Kann Flossen zupfen

Über diese Art

Eigenmann beschrieb die Art 1907. Sie gehört zu Aphyocharacinae innerhalb der Characidae. Ein älterer in Quellen geführter Name ist Aphyocharax stramineus; er ist ein Synonym, keine eigene Aquarienart. Nicht mit dem Rotflossensalmler A. anisitsi verwechseln, der eine andere Art ist.

Die Adultgröße unterscheidet sich deutlich zwischen Quellen: Seriously Fish nennt 45 mm Standardlänge, FishBase ein Maximum von 7,1 cm SL. Der Widerspruch ist nicht aufgelöst. Planen Sie Platz und Mitbewohner daher nicht so, als wären 4,5 cm eine sichere Obergrenze.

Natürlicher Lebensraum

Seriously Fish nennt die Einzugsgebiete von Paraguay, Paraná und Uruguay in Brasilien, Paraguay, Argentinien und Uruguay. Die Art lebt in Bächen, Flüssen und Nebenarmen, besonders dort, wo Schwimmpflanzen oder überhängende Vegetation Schatten erzeugen.

Im Aquarium bieten Pflanzen und Deckung an Teilen der Ränder Schutz; eine offene Schwimmbahn bleibt frei. Die Quelle nennt mäßige Strömung. Eine exakte Nachbildung eines Fundortes ist nicht erforderlich, und die Verbreitungsangabe belegt keine identischen Bedingungen in allen Gewässern.

Aquarium und Einrichtung

Eine Grundfläche von 60 × 30 cm und etwa 54 Liter werden im Fachprofil ausdrücklich als geeignet für eine kleine Gruppe beschrieben. Halten Sie mindestens sechs Fische. Sand, Wurzeln oder Holz und Steine sowie Randbepflanzung passen; mäßige Strömung wird geschätzt. Verwenden Sie eine sichere Abdeckung und halten Sie eine ausreichende Gruppe.

Die 54 Liter sind keine allgemeine Besatzformel und bieten nicht automatisch Platz für zusätzliche Arten. Beurteilen Sie weitere Mitbewohner nach Adultgröße, Flossenform, Aktivität, Schwimmzone und Futterkonkurrenz. Halten Sie Filterung und Wasserwechsel zum endgültigen Besatz passend stabil.

Wasserwerte

Veröffentlichte Pflegewerte sind 20–26 °C, pH 6,5–7,5 und GH 2–20 °dGH; FishBase stützt diesen Bereich weitgehend. Ein eigener KH-Wert ist hier nicht belegt. Die Spanne ist keine Aufforderung, ständig Grenzwerte anzustreben: Stabilität innerhalb eines passenden Bereichs ist wichtiger als häufige Korrekturen.

Kontrollieren Sie Temperatur und Wasserqualität bei Verhaltensänderungen und verändern Sie nicht mehrere Parameter zugleich. Gewöhnen Sie neue Fische schrittweise ein. Ein am ersten Tag ruhiger Fisch beweist außerdem keine dauerhafte Sicherheit der Mitbewohner.

Verhalten und Gruppengröße

Das Fachprofil hält die Art für ein Gesellschaftsaquarium geeignet, warnt aber zugleich vor Flossenzupfen. Wählen Sie robuste, schnelle Begleiter und vermeiden Sie langflossige Arten, darunter viele Labyrinthfische und Buntbarsche. Dieses Verhalten bleibt ein Risiko, auch wenn Temperatur und pH überlappen.

Achten Sie auf ausgefranste Flossen, Verfolgung, Rückzug und ungleichen Futterzugang. Beobachtung hilft, ist aber keine kontrollierte Garantie. Trennen Sie die Tiere, wenn das Zupfen anhält. Die Mindestgruppe von sechs gilt für den Grünfeuersalmler selbst und sagt nichts über sichere Gruppengrößen anderer Arten aus.

Ernährung

Grünfeuersalmler nehmen Aquarienfutter an und sind Allesfresser. Bieten Sie abwechslungsreiches, vollständiges Trockenfutter und regelmäßig kleine Lebend- oder Frostfutterarten an, wie es das Fachprofil empfiehlt. Die verknüpften vollständigen tropischen Flocken können als Basis dienen, wenn die Fische sie wirklich fressen.

Eine genaue Pelletgröße ist nicht belegt. Geben Sie kleine, erreichbare Portionen, prüfen Sie die Futteraufnahme weniger dominanter Tiere und entfernen Sie Reste. Flocken ersetzen die empfohlene Lebend- oder Frostfuttervielfalt nicht. Erhöhen Sie die Ration nicht allein wegen der schnellen Reaktion des Schwarms.

Zucht

Die Art laicht in der Gruppe und streut Eier. Die Eier kleben; Erwachsene können sie fressen und betreiben keine Brutpflege. Feinfiedrige Pflanzen oder ein Laichmopp sowie das Entfernen der Elterntiere schützen den Laich. Für ein Zuchtbecken beschreibt die Quelle weiches Wasser und wenig Licht; das sind keine täglichen Anforderungen eines normalen Pflegebeckens.

Seriously Fish nennt Laichbeginn oft innerhalb von 24 Stunden, Schlupf nach etwa 2–3 Tagen und Freischwimmen weitere 4–5 Tage später. Das sind quellenbezogene Richtwerte, keine Garantie. Frei schwimmende Jungfische zunächst mit Infusorien füttern und die Partikelgröße schrittweise erhöhen.

Quellen & Prüfung

Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.

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