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Haltungsratgeber · Süßwasser · Fische

Purpurziersalmler

Nannostomus mortenthaleri

Purpurziersalmler (Nannostomus mortenthaleri)
Purpurziersalmler, Foto Brian Gratwicke, CC BY 2.0. Foto: Brian Gratwicke · Quelle · CC BY 2.0Resized and compressed with full original framing and aspect ratio preserved.

Der Purpurziersalmler (Nannostomus mortenthaleri) ist eine kleine peruanische Art, deren ausgewachsene Männchen leuchtend rot gefärbt sind. Die geringe Größe täuscht: Männchen können sich in engen Aquarien schwer verletzen. Eine gemischtgeschlechtliche Gruppe braucht mindestens 90 × 30 cm Grundfläche, Sichtbarrieren und etwa zehn oder mehr Tiere. Der Fisch ist scheu, benötigt stabiles weiches Wasser und frisst kleine Beute. FishBase führt den IUCN-Status Critically Endangered; wählen Sie ausschließlich nachweisliche Nachzuchten und fördern Sie keinen Wildfang. Beobachten Sie Futteraufnahme und Flossen regelmäßig, besonders nach dem Einsetzen neuer Tiere.

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Auf einen Blick

Temperatur
24–28 °C
pH
4,0–7,0
GH
1–5 °dGH
Aquariumlänge
Ab 90 cm
Mindestvolumen des Aquariums
Ab 81 L
Endgröße
Ab 3 cm
Gruppengröße
Ab 10 Tiere
Verhalten
Friedlich

Über diese Art

Der akzeptierte Name lautet Nannostomus mortenthaleri Paepke & Arendt, 2001; die Art gehört zu den Lebiasinidae. Ursprünglich wurde sie als N. marginatus mortenthaleri beschrieben, später aber in den Artstatus erhoben. Die historische Kombination ist keine zweite Art.

Ausgewachsene Tiere erreichen etwa 30 mm Standardlänge. Eine andere Aquaristikquelle nennt 3,9 cm Gesamtlänge; das sind unterschiedliche Messweisen, denn die Schwanzflosse zählt bei der Gesamtlänge mit. Männchen sind schlanker und farbiger als Weibchen; das Korallrot liegt vor allem zwischen den oberen dunklen Längsstreifen.

Natürlicher Lebensraum

Die Art ist aus Loreto in Peru bekannt; der Typusfundort liegt an einem kleinen Nebenfluss des Rio Nanay. Fachprofile beschreiben auch Fundorte im Rio-Tigre-System. Das bekannte Verbreitungsgebiet ist begrenzt; leiten Sie keine größere Verbreitung ab, als die Quellen belegen.

Der Fisch lebt in ruhigen, flachen Bächen, sumpfigen Bereichen und überschwemmten Wäldern zwischen Uferpflanzen, Ästen und Laub. Messungen am Rio Tigre ergaben pH 4,54–5,78 und 25,3–26,8 °C. Das sind lokale Feldwerte, kein Grund, Aquarienwasser abrupt anzupassen.

Aquarium und Einrichtung

Für eine gemischtgeschlechtliche Gruppe nennt Seriously Fish mindestens 90 × 30 cm Grundfläche und etwa 81 Liter. Das ist mehr, als die geringe Größe vermuten lässt, da rivalisierende Männchen sich auf engem Raum schwer verletzen können. Eine Gruppe ab zehn Tieren wird empfohlen; das Becken muss trotzdem gut strukturiert sein.

Bepflanzen Sie die Ränder dicht, ergänzen Sie Holz und eventuell Schwimmpflanzen und schaffen Sie mehrere Sichtbarrieren. Ruhige Schwimmwege bleiben frei. Sanft filtern, Becken abdecken und niemals in ein unreifes Aquarium setzen. Ein Artbecken kann besser passen als ein beliebiges Gesellschaftsbecken.

Wasserwerte

Seriously Fish nennt 24–28 °C, pH 4,0–7,0 und GH 1–5 dGH. Feldmessungen am Rio Tigre von 25,3–26,8 °C und pH 4,54–5,78 liegen darin. Die Quellen stützen weiches, saures Wasser; Stabilität bleibt vorrangig. FishBase nennt keinen separaten Aquarienbereich.

Senken Sie pH oder Härte nicht rasch mit Chemikalien. Stimmen Sie die Eingewöhnung auf das Wasser der Nachzuchten ab und vermeiden Sie Schwankungen. Ein verlässlicher artspezifischer KH-Zielwert wurde nicht gefunden.

Verhalten und Gruppengröße

Gegenüber anderen Arten ist der Fisch friedlich, doch ausgewachsene Männchen sind territorial und können tagsüber kämpfen. Er ist daher kein idealer allgemeiner Gesellschaftsfisch. Ausreichende Grundfläche, mindestens zehn Tiere und Sichtbarrieren sind wichtig; in kleinen Becken sind Verletzungen oder Todesfälle möglich.

Bevorzugen Sie ein Artbecken oder sehr kleine, ruhige Mitbewohner ohne Futterkonkurrenz. Große, schnelle oder lebhafte Fische können scheue Tiere unterdrücken. Gleiche Wasserwerte beweisen keine Verträglichkeit. Kontrollieren Sie Flossen, Appetit und Verstecken und trennen Sie die Tiere bei anhaltender Aggression.

Ernährung

In der Natur ist N. mortenthaleri ein Mikropredator kleiner Wirbelloser und Zooplanktons. Bieten Sie täglich kleine Lebend- oder Frostfuttertiere an, etwa Artemia-Nauplien, Moina und Grindalwürmer. Feines Trockenfutter kann angenommen werden, besonders von Nachzuchten; prüfen Sie, ob jedes Tier wirklich frisst.

Das kleine Maul braucht passende Partikel; große Flocken oder Pellets sind nicht automatisch geeignet. Kleine Portionen an mehreren ruhigen Stellen verteilen und Reste entfernen. Es wird kein Produkt verknüpft, solange die bestehende Prüfung Größe und Verwendungszweck nicht bestätigt.

Zucht

Eine Nachzucht im Aquarium wurde beschrieben, ist aber nicht als Routine oder sicher darzustellen. Ein separates, eingefahrenes Becken mit feinem Laichmaterial wie Moos oder Laichmopp hält Eier besser von Erwachsenen fern. Die Art streut Eier; Elterntiere können sie fressen. Entfernen Sie die Eltern oder überführen Sie das Material, sobald Eier gefunden werden.

Erstfutter muss sehr klein sein, etwa Paramecium oder feines Aufzuchtfutter. Artemia-Nauplien und Mikrowürmer erst anbieten, wenn Jungfische sie aufnehmen können. Veröffentlichte Zeiten sind keine Garantie. Nur Nachzuchten verwenden und Wasser sowie Licht stabil halten.

Quellen & Prüfung

Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.

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