Perlbärbling
Danio albolineatus
Der Perlbärbling (Danio albolineatus) ist ein aktiver, friedlicher Schwarmfisch aus Süd- und Südostasien. Schillernde silberrosa bis blaue Linien am Körper prägen den Namen, doch Farbe und Muster variieren je nach Fundort und Handelslinie. Die Art erreicht etwa 5,5 cm Standardlänge und benötigt freie Schwimmstrecke. Halten Sie eine Gruppe in einem langen Aquarium mit sehr sicherer Abdeckung: Die Fische springen durch kleine Lücken. Sie eignen sich für ein Gesellschaftsbecken mit passend großen Mitbewohnern, nicht aber für ein kleines oder offenes Aquarium.Planen Sie mit der ausgewachsenen Größe und dem Sprungverhalten, nicht mit der kleinen Verkaufsgröße junger Tiere. Geben Sie dem Schwarm Raum zum gemeinsamen Schwimmen und achten Sie darauf, dass unterlegene Tiere nicht ständig von Deckung verdrängt werden. Beobachten Sie die Gruppe nach dem Einsetzen und passen Sie das Becken an, bevor Stress anhält.
Aquarium planen →Auf einen Blick
- Temperatur
- 16–25 °C
- pH
- 6,0–8,0
- GH
- 1–20 °dGH
- Aquariumlänge
- Ab 90 cm
- Mindestvolumen des Aquariums
- Ab 81 L
- Endgröße
- Bis 5,5 cm
- Gruppengröße
- Ab 8–10 Tiere
- Verhalten
- Friedlich
Über diese Art
Der anerkannte Name lautet Danio albolineatus; ursprünglich wurde die Art als Nuria albolineata beschrieben. Ältere Aquarienliteratur verwendet auch Brachydanio albolineatus. Das Fachprofil gibt etwa 55 mm Standardlänge an. Der schlanke Körper schimmert rosa, silbern oder blau und zeigt oft helle, irisierende Längsstreifen. Die Färbung variiert mit Herkunft, Kondition und Licht. Weibchen werden mit Eiern im Bauch voller; Männchen färben sich bei der Balz intensiver. Das heutige Artkonzept könnte nahe verwandte, lokal unterschiedliche Formen umfassen. Manche Handelsfische könnten mit D. roseus gekreuzt sein; Farbe allein reicht daher nicht zur Bestimmung.Natürlicher Lebensraum
Nachweise gibt es aus Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, der Malaiischen Halbinsel und Sumatra. Die Art besiedelt unterschiedliche Süßwasserlebensräume: klare, sauerstoffreiche Waldbäche über Fels ebenso wie stehende Teiche, Gräben und Reisfelder. Diese Vielfalt erklärt die breite Pflegespanne, macht aber nicht alle Aquarien gleichwertig. Das Becken kann sowohl Strömung als auch geschützte Bereiche bieten. Geografische Farbunterschiede und Unsicherheiten zwischen Populationen sind Gründe, Handelsformen ohne Belege nicht als eigene Arten darzustellen.Aquarium und Einrichtung
Seriously Fish empfiehlt für den aktiven Schwimmer eine Mindestgrundfläche von 90 × 30 cm und etwa 81 Liter. Grundfläche und Schwimmlänge sind wichtiger als das Volumen allein. Verwenden Sie eine fest sitzende Abdeckung ohne Lücken: Danios sind gute Springer und entkommen durch überraschend kleine Öffnungen. Eine bepflanzte Einrichtung mit dunklerem Bodengrund, Steinen, Holz und aufgebundenem Microsorum, Bolbitis oder Anubias bietet Struktur. Die Pflanzen dürfen die Schwimmstrecke nicht schließen. Strömung ist möglich, starke Wildwasserbedingungen sind unnötig; ruhige Randzonen sollten vorhanden sein.Wasserwerte
Der Fachbereich beträgt 16–25 °C, pH 6,0–8,0 und GH 1–20 dGH. Dies sind breite Grenzen, keine Werte, zwischen denen man ständig wechseln sollte. Halten Sie die Bedingungen stabil und berücksichtigen Sie Herkunft sowie bisheriges Haltungswasser. Für die Zucht nennt die Quelle leicht saures bis neutrales Wasser und Temperaturen am oberen Ende; das ist Zuchtkontext, kein Ersatz für den allgemeinen Pflegebereich. Vermeiden Sie schnelle Änderungen von Temperatur und pH.Verhalten und Gruppengröße
Perlbärblinge sind friedliche, aktive Schwarmfische. Halten Sie mindestens acht bis zehn Tiere; größere Gruppen machen sie oft weniger nervös und zeigen natürlicheres Schwarmverhalten. Wählen Sie Beifische nach Endgröße, Schwimmzone, Verhalten und Wasserbedarf. Mit etwa 5,5 cm Standardlänge eignen sie sich nicht für sehr kleine Tiere, die als Beute enden könnten. Sie passen in ein gut strukturiertes Gesellschaftsaquarium. Dauerhaftes Verstecken oder ausgelassene Fütterungen zeigen jedoch, dass Einrichtung oder Besatz überprüft werden sollten.Ernährung
Wildtiere fressen vor allem Wasser- und Landinsekten sowie deren Larven; geringe Mengen Algen und Pflanzenmaterial wurden ebenfalls festgestellt. Im Aquarium nehmen die Fische viele Futtersorten an. Ein hochwertiges Alleinfutter kann die Basis bilden, ergänzt durch kleine Portionen Lebend- oder Frostfutter wie rote Mückenlarven, Wasserflöhe und Artemia. Passen Sie die Menge an und verhindern Sie, dass Futter ungenutzt fortgespült wird. Abwechslung unterstützt die Kondition; ein einziges Trockenfutter muss nicht den Speiseplan ausmachen.Zucht
Perlbärblinge streuen Eier und betreiben keine Brutpflege. In einem eingefahrenen, dicht bepflanzten Aquarium können einige Jungfische auftauchen, doch Erwachsene fressen Eier. Gezielte Zucht erfolgt in einem separaten, schwach beleuchteten Becken mit Gitter oder feinblättrigem Material wie Javamoos, damit die Eier unerreichbar werden. Entfernen Sie die Eltern nach dem Ablaichen. Je nach Bedingungen schlüpfen die Larven nach etwa 24–36 Stunden; anfangs brauchen sie mikroskopisch kleines Futter, bevor größere Beute wie Artemia-Nauplien passt.Quellen & Prüfung
Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.


