Haltungsratgeber · Süßwasser · Fische
Fünfgürtelbarbe
Desmopuntius pentazona
Noch kein verifiziertes Artfoto verfügbar
Die Fünfgürtelbarbe (Desmopuntius pentazona) ist ein kleiner Schwarmfisch aus dem nordwestlichen Borneo. Sie ist friedlich, wird im Handel aber oft mit der nah verwandten D. hexazona verwechselt. D. pentazona besitzt eine dunkle Markierung am hinteren Ansatz der Rückenflosse; D. hexazona fehlt sie. Die Handelsbezeichnung „pentazona“ allein ist daher keine sichere Bestimmung. Seriously Fish nennt 55 mm Standardlänge und empfiehlt 80 × 30 cm Grundfläche, etwa 72 Liter, sowie acht bis zehn Tiere. Die Art benötigt weiches, saures Wasser und ruhige Mitbewohner.
Aquarium planen →Auf einen Blick
- Temperatur
- 21–26 °C
- pH
- 4,0–7,0
- GH
- 1–5 °dGH
- Aquariumlänge
- Ab 80 cm
- Mindestvolumen des Aquariums
- Ab 72 L
- Endgröße
- Bis 5,5 cm
- Gruppengröße
- Ab 8–10 Tiere
- Verhalten
- Friedlich
Über diese Art
Desmopuntius pentazona wurde 1894 von Boulenger beschrieben. Frühere Kombinationen sind Barbus, Systomus und Puntius pentazona. Die aktuelle Gattung lautet Desmopuntius. Der Name bezieht sich auf das Streifenmuster. Praktisch wichtig ist die Verwechslung mit D. hexazona: Laut Seriously Fish gehören viele als pentazona verkaufte Fische zu jener anderen Art. Eine dunkle Markierung am hinteren Ansatz der Rückenflosse spricht für D. pentazona; bei wichtiger Bestimmungssicherheit sollten mehrere Merkmale und die Herkunft berücksichtigt werden.Natürlicher Lebensraum
Die Art gilt allgemein als im Nordwesten Borneos endemisch; der Typusfundort liegt im Einzugsgebiet des Baram in Sarawak. Sie lebt vor allem in Torfsümpfen, verbundenen Schwarzwasserbächen und anderen Stillgewässern, oft zwischen untergetauchten Gräsern und dichter Ufervegetation. Das Wasser ist huminstoffreich, mineralarm und kann in der Natur sehr sauer sein. Dies erklärt den Bedarf an weichem, saurem Aquarienwasser; die Werte sollten dennoch stabil bleiben.Aquarium und Einrichtung
Verwenden Sie mindestens 80 × 30 cm Grundfläche und etwa 72 Liter für acht bis zehn Tiere. Lassen Sie freien Schwimmraum und bieten Sie Schatten und Deckung durch Wurzeln, Äste, Laub und Pflanzen. Weicher Bodengrund und gedämpftes Licht passen zum Lebensraum. Starke Strömung ist unnötig. Nutzen Sie einen eingefahrenen Filter und halten Sie das weiche Wasser sauber und stabil. Prüfen Sie die Artbestimmung: Als pentazona bezeichnete Handelsfische sind häufig D. hexazona.Wasserwerte
Seriously Fish empfiehlt 21–26 °C, pH 4,0–7,0 und GH 1–5 dGH. Die Art benötigt sehr weiches, saures Wasser. Achten Sie auf Stabilität und verändern Sie den pH-Wert nicht abrupt; chemische Korrekturen können gefährlich sein. Der niedrige pH in der Natur entsteht in mineralarmem Schwarzwasser und ist kein Grund, ohne Messkonzept extreme Aquarienwerte anzustreben. Mitbewohner müssen langfristig dieselben Weichwasserbedingungen vertragen.Verhalten und Gruppengröße
Die Fünfgürtelbarbe ist ein friedlicher Schwarmfisch; ideal sind acht bis zehn Tiere. Vermeiden Sie lebhafte, sehr schnelle oder dominante Mitbewohner, die sie beim Fressen verdrängen könnten. Wählen Sie Begleiter nach Endgröße, Schwimmverhalten, Wasserchemie und Futterzugang. Kleine ruhige Arten aus ähnlichen Weichwasserhabitaten können eher passen, doch gleicher pH belegt keine Verträglichkeit. Individuell geprüfte Artenpaare sind hier nicht verknüpft.Ernährung
Die Art ist ein Mikroräuber. In der Natur frisst sie kleine Insekten, Würmer, Krebstiere und anderes Zooplankton. Trockenfutter wird angenommen, sollte aber nicht die einzige Nahrung sein. Bieten Sie kleine Portionen Alleinfutter in feiner Größe und ergänzen Sie geeignete Frost- oder Lebendbeute wie Wasserflöhe und Artemia. Bei Bedarf mehrere kleine Mahlzeiten geben und darauf achten, dass scheue Tiere ebenfalls Futter erreichen.Zucht
Die Fünfgürtelbarbe streut Eier und betreibt keine Brutpflege. Für gezielte Zucht konditionieren Sie die Elterntiere und verwenden ein separates, schwach beleuchtetes Becken mit Laichrost, Murmeln, feinfiedrigen Pflanzen oder Laichmopps. Entfernen Sie die Eltern nach dem Ablaichen, da sie Eier fressen können. Seriously Fish nennt 24–36 Stunden bis zum Schlupf und drei bis vier Tage bis zum Freischwimmen. Anfangs Infusorien, später größere geeignete Nahrung geben.Quellen & Prüfung
Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.

