Buenos-Aires-Salmler
Psalidodon anisitsi

Der Buenos-Aires-Salmler wird heute meist Psalidodon anisitsi genannt und stammt aus den Einzugsgebieten von Paraná und Uruguay. Er wird größer als viele bekannte Salmler, schwimmt kräftig, frisst möglicherweise weiche Aquarienpflanzen und kann gelegentlich Flossen zupfen. Halte mindestens acht bis zehn Tiere in einem langen, geräumigen und eingefahrenen Aquarium mit robusten Mitbewohnern. Dieser Ratgeber behandelt Taxonomie, Lebensraum, Haltung, Ernährung und Zucht.Kontrolliere nach dem Einsetzen regelmäßig Flossen, Futteraufnahme und die Nutzung des Schwimmraums. Beachte, dass die Art empfindliche Flossen anderer Fische beschädigen und weiche Wasserpflanzen abweiden kann.
Aquarium planen →Auf einen Blick
- Temperatur
- 16–28 °C
- pH
- 5,5–8,5
- GH
- 1–20 °dGH
- Aquariumlänge
- Ab 90 cm
- Mindestvolumen des Aquariums
- Ab 81 L
- Endgröße
- Bis 6 cm
- Gruppengröße
- Ab 8 Tiere
- Verhalten
- Territorial
Über diese Art
Neuere Kataloge führen Psalidodon anisitsi (Eigenmann, 1907) als gültigen Namen. Der Aquarienname Hyphessobrycon anisitsi ist weiterhin verbreitet; ältere Namen sind Hemigrammus anisitsi, H. caudovittatus und Hyphessobrycon erythrurus. Der Trivialname Buenos-Aires-Salmler ist geografisch irreführend: Die Art ist in den Paraná- und Uruguay-Becken verbreitet; einige ältere Fundmeldungen aus der Provinz Buenos Aires werden der ähnlichen Art H. togoi zugerechnet.
Seriously Fish nennt etwa 60 mm Standardlänge. FishBase führt maximal 13,2 cm Gesamtlänge auf; das ist eine andere Messweise und eine auffällige Abweichung, die nicht als identischer Wert ausgegeben werden sollte. Wir nennen die Messgrundlagen getrennt. Männchen sind schlanker, etwas kleiner und meist intensiver gefärbt; Weibchen werden kräftiger gebaut.
Natürlicher Lebensraum
Die Art kommt in Brasilien, Paraguay, Argentinien und Uruguay vor, vor allem im Paraná-System und im Einzugsgebiet des Uruguay. Sie lebt häufiger in kleineren Bächen und Zuflüssen als in großen Hauptströmen, außerdem in Überschwemmungsseen, ruhigen Seitengewässern und Altwassern. Das natürliche Areal ist subtropisch, mit reichlichen Niederschlägen und relativ milden Wintern; es handelt sich nicht um einen strikt tropischen Fisch.
Eine robuste Einrichtung mit Pflanzen, Holz und etwas Wasserbewegung bietet Deckung und Schwimmraum. Weiche Pflanzen können gefressen werden; wähle daher robuste Arten, die an Holz oder Stein befestigt sind, oder erwäge Kunstpflanzen. Bepflanzte Ränder und eine freie Mitte unterstützen Rückzug und aktives Schwimmen.
Aquarium und Einrichtung
Seriously Fish empfiehlt eine Grundfläche von 90 × 30 cm und etwa 81 Litern als kleinstes zu erwägendes Aquarium. Länge und Bodenfläche sind entscheidend; Liter allein zeigen den verfügbaren Schwimmraum nicht. Halte mindestens acht bis zehn Tiere, damit soziale Interaktionen überwiegend untereinander stattfinden. Ein biologisch eingefahrenes Becken, stabile Filterung und regelmäßige Wasserwechsel bleiben wichtig.
Der Fisch ist für einen Salmler groß und energiegeladen. Nutze eine sichere Abdeckung, robuste Einrichtung und pflanzenfeste Bepflanzung. Plane die Gesellschaft nach Endgröße und Aktivität statt nach der Verkaufsgröße junger Tiere. Beobachte Futteraufnahme, Flossen und Rückzugsmöglichkeiten für rangniedrige Fische. Zu wenig Platz oder eine zu kleine Gruppe kann das Verhalten gegenüber Mitbewohnern verschärfen.
Wasserwerte
Seriously Fish nennt 16–28 °C, pH 5,5–8,5 und GH 1–20 dGH. Die breite Temperaturspanne passt zur subtropischen Herkunft; der Fachbeitrag warnt davor, den Fisch dauerhaft an der warmen Obergrenze zu halten. Die Bereiche sind Pflegegrenzen und kein Anlass für abrupte Veränderungen. Ein verlässlicher artspezifischer KH-Zielwert ist nicht belegt.
Wähle stabile Werte, die zu den Fischen und Mitbewohnern passen. Vermeide plötzliche Änderungen von Temperatur oder Mineralgehalt und korrigiere den pH nicht ohne Messung und klaren Grund. Sorge für Sauerstoff und geringe Abfallbelastung. Langsame Eingewöhnung ist wichtiger als ein einzelner exakter Zahlenwert.
Verhalten und Gruppengröße
Buenos-Aires-Salmler sind aktiv und gesellig, bilden lockere Rangordnungen und zeigen Rivalität zwischen Männchen. Die Art kann Flossen zupfen, besonders wenn zu wenige Tiere oder zu wenig Platz vorhanden sind. Der Fachratgeber nennt acht bis zehn Tiere als Mindestgruppe. Auch bei passender Gruppengröße sind wiederholtes Jagen, beschädigte Flossen oder zurückgezogene Mitbewohner Warnzeichen.
Wähle robuste Fische ähnlicher Größe und Aktivität, vorzugsweise aus dem freien Schwimmraum. Sehr scheue, langsame oder langflossige Arten sind ungeeignet; große Räuber und winzige Beutefische ebenfalls. Endgröße, Beckenlänge, Gruppengröße und Revierverhalten sind wichtig. Ähnliche Wasserwerte allein beweisen keine Verträglichkeit.
Ernährung
Die Art ist vermutlich ein omnivorer Nahrungssucher. Würmer, Insekten, Zooplankton und geringere Mengen Pflanzenmaterial passen zur beschriebenen natürlichen Nahrung. Im Aquarium nimmt sie hochwertiges Flocken- und Granulatfutter an, ergänzt mit kleinen lebenden oder gefrorenen Futtersorten wie Mückenlarven, Wasserflöhen und Artemia. Ein Teil des Trockenfutters kann pflanzliche oder Algenbestandteile enthalten.
Biete abwechslungsreiche Portionen, die rasch gefressen werden, und verteile das Futter auch für rangniedrige Tiere. Entferne Reste. Ein vorhandenes Alleinfuttergranulat für Süßwasserfische kann Teil des Speiseplans sein, sollte aber nicht die einzige Nahrung darstellen. Berücksichtige außerdem, dass weiche Aquarienpflanzen abgeweidet werden können; mehr Trockenfutter allein verhindert das nicht zuverlässig.
Zucht
Der Buenos-Aires-Salmler ist ein Freilaicher ohne Brutpflege. In einem eingefahrenen Aquarium können gelegentlich Jungfische erscheinen, doch Erwachsene fressen Eier und Larven. Für kontrollierte Zucht eignet sich ein separates, eingefahrenes und sehr schwach beleuchtetes Becken. Feines Gitter, Glasmurmeln, Laichmop oder feinblättrige Pflanzen schützen die Eier. Sorge für Sauerstoff und sanfte Bewegung.
Konditioniere gesunde Elterntiere zuvor mit abwechslungsreichem Futter. Laut Fachprofil kann ein gut konditioniertes Weibchen bis zu etwa 2.000 Eier abgeben; dies ist ein berichtetes Maximum, kein erwartbarer Ertrag. Die Eier schlüpfen oft nach 24–36 Stunden. Erstfutter muss sehr fein sein, etwa Paramecium oder geeignetes Staubfutter; Artemia-Nauplien erst später anbieten. Halte das Becken sauber und störe die Larven nicht.
Quellen & Prüfung
Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.
Verwendete Quellen anzeigen
- Creative Commons — Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported
- Seriously Fish — Hyphessobrycon anisitsi species profile, revised 2026
- FishBase — Psalidodon anisitsi summary
- California Academy of Sciences — Eschmeyer Catalog of Fishes species record
- Nick Sc / Wikimedia Commons — Hyphessobrycon anisitsi — Buenos Aires tetra

