Brauner Schrägschwimmer
Nannostomus eques

Der Braune Schrägschwimmer (Nannostomus eques) ist ein kleiner, friedlicher südamerikanischer Schwarmfisch mit auffälliger schräger, kopfaufwärts gerichteter Schwimmhaltung. Er ist scheu und hat ein sehr kleines Maul; ein ruhiges, gut strukturiertes Aquarium und feines, abwechslungsreiches Futter sind daher wichtig. Halten Sie ihn vorzugsweise mit zehn oder mehr Artgenossen. Trotz seiner geringen Größe passt er nicht gut in ein hektisches, frisch eingerichtetes oder stark konkurrenzbetontes Gesellschaftsbecken. Deckung an den Rändern und ein offener Futterplatz geben Sicherheit, ohne Schwimmraum zu verlieren. Achten Sie darauf, dass die Nahrung klein genug für das Maul ist.
Aquarium planen →Auf einen Blick
- Temperatur
- 23–28 °C
- pH
- 5,0–6,0
- GH
- 5–10 °dGH
- Aquariumlänge
- Ab 60 cm
- Mindestvolumen des Aquariums
- Ab 54 L
- Endgröße
- Etwa 3,5–5 cm
- Gruppengröße
- Ab 10 Tiere
- Verhalten
- Friedlich
Über diese Art
Der akzeptierte Name lautet Nannostomus eques Steindachner, 1876. Die Art gehört zu den Lebiasinidae innerhalb der Ordnung Characiformes. Ältere Literatur und Aquaristikquellen verwendeten auch die Gattungsnamen Poecilobrycon und Nannobrycon; das sind historische Kombinationen, keine getrennten Arten.
Der schlanke Körper und die charakteristische schräg nach oben gerichtete Haltung sind kennzeichnend. Seriously Fish nennt 35 mm Standardlänge; FishBase gibt maximal etwa 5 cm Gesamtlänge an. Das sind unterschiedliche Messweisen: Die Schwanzflosse zählt nur bei der Gesamtlänge mit.
Natürlicher Lebensraum
FishBase führt die Art aus dem zentralen und oberen Amazonasgebiet; Fachprofile nennen außerdem das Orinoco-Becken und Flüsse Guyanas. Verbreitungsangaben stimmen nicht vollständig überein; deshalb wird hier keine einzelne Beckengrenze als absolut dargestellt.
Die Art bewohnt langsam fließende Nebenarme, kleine Flüsse, sumpfige Bereiche und überschwemmte Wälder. Typisch sind dichte Ufervegetation, untergetauchtes Holz und Laub. Manche Schwarzwasserplätze sind sehr weich und sauer. Das sind Freilandbedingungen und keine Pflicht, jedes Aquarium künstlich anzusäuern.
Aquarium und Einrichtung
Seriously Fish nennt mindestens 60 × 30 cm Grundfläche, etwa 54 Liter bei üblicher Höhe. FishBase gibt ebenfalls mindestens 60 cm Beckenlänge an. Das sind Richtwerte und keine Garantie, dass jeder Besatz in dieses Volumen passt. Halten Sie möglichst mindestens zehn Tiere; eine größere Gruppe gibt dem scheuen Fisch mehr Sicherheit.
Bepflanzen Sie die Ränder dicht mit feinen Pflanzen und Holz, bei Bedarf ergänzt durch Schwimmpflanzen; ruhiger Schwimm- und Futterraum muss bleiben. Verwenden Sie einen eingefahrenen Filter und vermeiden Sie einen kräftigen Strahl. Decken Sie das Becken gut ab, denn erschreckte Fische können springen. Einzug erst bei stabiler biologischer Filterung.
Wasserwerte
Seriously Fish nennt breite Artbereiche von 22–28 °C, pH 4,5–7,5 und GH 1–10 °dGH. FishBase führt 23–28 °C, pH 5–6 und Härte 5–12. Als vorsichtiger gemeinsamer Bereich gelten daher 23–28 °C, pH 5–6 und GH 5–10 °dGH. Natürliche Schwarzwasserplätze können deutlich weicher und saurer sein.
Stabilität ist wichtiger als ein exakter Zielwert. Verändern Sie pH oder Härte nicht abrupt und stimmen Sie die Eingewöhnung auf das Herkunftswasser ab. Die geprüften Quellen belegen keinen artspezifischen KH-Zielwert.
Verhalten und Gruppengröße
Der Fisch ist sehr friedlich, klein und scheu. Halten Sie ihn möglichst in einer Gruppe ab zehn Tieren; größere Gruppen sind oft selbstsicherer und besser zu beobachten. Wählen Sie ruhige Mitbewohner ähnlicher Größe. Kleine friedliche Salmler oder kleine ruhige Panzerwelse können passen, wenn auch Gruppenbedarf, Schwimmzone und Adultgröße übereinstimmen.
Vermeiden Sie große Räuber, lebhafte Fresser und Arten, die den Bleistiftfisch beim Futter verdrängen. Gleicher pH oder gleiche Temperatur beweisen keine Eignung. Prüfen Sie, ob alle Tiere fressen, nicht dauernd aufschrecken und Deckung finden. Bei anhaltendem Stress oder Futterausschluss müssen Fische getrennt werden.
Ernährung
In der Natur frisst N. eques winzige Wirbellose und Zooplankton. Bieten Sie sehr kleine Futterpartikel an. Geeignetes Trockenfutter kann angenommen werden; zusätzlich täglich kleine Lebend- oder Frostfutterarten wie Artemia-Nauplien, Moina oder Grindalwürmer reichen. Kleine Portionen ruhig verteilen, damit auch scheue Tiere fressen.
Kontrollieren Sie die tatsächliche Aufnahme, statt jede Flocke oder jedes Granulat als passend anzunehmen. Reste entfernen und damit die Wasserqualität schützen. Ein abwechslungsreicher Speiseplan mit kleinen Beutetieren ist sinnvoller als ein einzelnes Futter als vollständige Ernährung zu behandeln.
Zucht
Die Nachzucht im Aquarium ist gelungen, wird aber als selten beschrieben. Anders als viele verwandte Bleistiftfische legt diese Art Eier in einzelnen Portionen an die Unterseite breiter Blätter. Anubias, Javafarn (Microsorum) und Echinodorus werden als mögliche Flächen genannt. Erwachsene Tiere fressen gefundene Eier; ein separates, eingefahrenes Zuchtbecken und das rechtzeitige Entfernen der Elterntiere können Verluste verringern.
Erstfutter muss winzig sein, etwa Paramecium oder sehr feines Aufzuchtfutter. Artemia-Nauplien oder Mikrowürmer erst anbieten, wenn die Jungfische sie aufnehmen können. Berichtete Schlupfzeiten sind keine Garantie für jedes Becken. Licht gedämpft und Wasser stabil halten.
Quellen & Prüfung
Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.
