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Haltungsratgeber · Süßwasser · Fische

Blauer Kaisersalmler

Inpaichthys kerri

Blauer Kaisersalmler (Inpaichthys kerri)
Blauer Kaisersalmler (Inpaichthys kerri). Foto: Juan R. Lascorz, CC BY-SA 3.0. Foto: Juan R. Lascorz · Quelle · CC BY-SA 3.0Used the 1920 × 1280 Wikimedia Commons resized version; no crop.

Der blaue Kaisersalmler (Inpaichthys kerri) ist ein kleiner, friedlicher Schwarmfisch aus den brasilianischen Einzugsgebieten von Aripuanã und oberem Madeira. Er wird auch als Königs- oder Purpurkaisersalmler verkauft und gelegentlich mit Nematobrycon palmeri verwechselt. Die Fettflosse hilft bei der Unterscheidung: Inpaichthys besitzt sie. Halte eine Gruppe in einem stabilen, warmen Aquarium mit freiem Schwimmraum und Deckung. Eine Grundfläche von 60 × 38 cm und etwa 68 Liter sind eine artspezifische Ausgangsrichtlinie; der Besatz hängt auch von Einrichtung, Filterung und Mitbewohnern ab. Prüfe die Futteraufnahme aller Tiere und halte neu eingesetzte Fische zunächst besonders aufmerksam im Blick.

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Auf einen Blick

Temperatur
24–27 °C
pH
5,5–7,0
GH
1–12 °dGH
Aquariumlänge
Ab 60 cm
Mindestvolumen des Aquariums
Ab 68 L
Endgröße
Bis 3,5 cm
Gruppengröße
Ab 6 Tiere
Verhalten
Friedlich

Über diese Art

Inpaichthys kerri ist ein kleiner Salmler aus der Familie Acestrorhamphidae. Seriously Fish nennt etwa 35 mm Standardlänge, während FishBase 2,8 cm Standardlänge für ein Männchen oder ein unbestimmtes Exemplar angibt. Die Quellen unterscheiden sich also bei Maximalwert oder Messgrundlage. Die Standardlänge schließt die Schwanzflosse aus und ist nicht mit der Gesamtlänge gleichzusetzen.

Handelsnamen sind unter anderem blauer, purpurner, Königs- und Regalsalmler. Sie werden teils auch für den Kaisersalmler Nematobrycon palmeri verwendet. Achte beim Kauf auf den wissenschaftlichen Namen. Die Fettflosse ist ein sichtbares Unterscheidungsmerkmal: bei Inpaichthys vorhanden, bei Nematobrycon fehlend. Männchen sind gewöhnlich farbiger; Weibchen sind fülliger und haben eine überwiegend rötliche Fettflosse, die der Männchen ist blau. Die Farbe variiert mit Licht und Zustand.

Natürlicher Lebensraum

Die Art ist aus dem Rio Aripuanã und dem oberen Madeira-Becken in Mato Grosso, Brasilien, bekannt. Seriously Fish beschreibt bewaldete Nebenflüsse mit geringer Strömung. Laub und anderes organisches Material färben das Wasser dort häufig dunkel und tragen zu sauren Bedingungen bei. Das beschreibt bekannte Naturhabitate; nicht jedes Aquarium braucht dunkles, huminstoffreiches Wasser.

Eine naturnahe Einrichtung kann Sand, Holz, Wurzeln und etwas sicheres Laub bei gedämpftem Licht enthalten. Wasserpflanzen prägen laut Artenprofil die natürlichen Gewässer nicht. In einem gepflegten, dicht bepflanzten Gesellschaftsaquarium gedeiht der Fisch ebenfalls. Lass in beiden Gestaltungsarten freie Schwimmwege und geschützte Randbereiche. Verwende nur aquariengeeignete Materialien und entferne verrottendes Laub, bevor es das Wasser belastet.

Aquarium und Einrichtung

Seriously Fish empfiehlt für eine kleine Gruppe ein Becken von ungefähr 60 × 38 × 30 cm und etwa 68 Litern. FishBase nennt mindestens 60 cm Beckenlänge und Gruppen ab fünf Tieren. Das sind Ausgangswerte aus Artquellen, keine Garantie, dass jede Besatzkombination in dieses Volumen passt. Plane freien Schwimmraum ein und berücksichtige Filterung und Pflege.

Sand mit Holz und Wurzeln passt zu einer Biotopgestaltung; ein bepflanztes Aquarium ist ebenfalls geeignet. Sorge für sanfte Strömung, Deckung und eine gleichmäßige Temperatur. Gegenüber deutlich größeren oder sehr lebhaften Mitbewohnern ist die Art bei der Fütterung nicht konkurrenzstark. Nutze einen eingefahrenen Filter, füttere an einem ruhigen Platz und gewöhne neue Tiere langsam an Temperatur und Wasserchemie.

Wasserwerte

Seriously Fish empfiehlt 24–27 °C, pH 5,5–7,0 und 1–12 °dGH. FishBase nennt einen weiteren pH-Bereich von 6,0–8,0, eine Härte von 5–12 dH und 24–27 °C. Wegen der abweichenden pH-Angaben verwendet dieser Ratgeber vorsichtig den sauren bis nahezu neutralen Bereich des Artenprofils. Miss regelmäßig mit derselben Methode und halte die Bedingungen stabil; vermeide schnelle pH-Korrekturen.

Für die Zucht nennt Seriously Fish weicheres Wasser mit pH 5,5–6,5 und 1–5 °dGH. Das sind Zuchtbedingungen, keine täglichen Sollwerte für jedes Gesellschaftsaquarium. Halte die Temperatur konstant und verhindere Abfallansammlungen durch passende Filterung und regelmäßige Pflege.

Verhalten und Gruppengröße

Der blaue Kaisersalmler ist friedlich, lebt aber besser in einer Gruppe. FishBase nennt mindestens fünf Tiere; Seriously Fish spricht von ungefähr sechs und weist darauf hin, dass zu kleine Gruppen eher Flossenbeißen zeigen. Mindestens sechs sind daher ein praktischer, quellenbasierter Ausgangspunkt, mit genügend Platz und einer ausgewogenen Gruppe. Imponierverhalten zwischen Männchen ist allein kein Grund für Einzelhaltung.

Wähle ruhige Beifische ähnlicher Größe. Kleine südamerikanische Salmler, Bleistiftfische, Beilbauchfische, Zwergbuntbarsche und friedliche Bodenfische wie Corydoras oder Otocinclus werden als passend genannt. Vermeide viel größere oder aufdringliche Fische, die sie beim Fressen verdrängen. Beobachte Futteraufnahme und Flossen nach dem Zusammensetzen; Verträglichkeit hängt auch von Anzahl, Einrichtung und einzelnen Tieren ab.

Ernährung

Seriously Fish zufolge nimmt die Art die meisten Fertigfutter an. Biete zusätzlich regelmäßig kleine Frost- oder Lebendfuttertiere wie Artemia und Daphnien an. Abwechslung unterstützt Kondition und Färbung. Gib kleine Portionen, die zeitnah gefressen werden, und prüfe, ob auch zurückhaltende Tiere Futter erhalten.

Eine verlässlich belegte artspezifische Pelletgröße wurde nicht gefunden. Wähle Futter, das die Tiere tatsächlich aufnehmen, beobachte den Schwarm und ergänze Fertigfutter durch geeignete kleine tierische Nahrung. Entferne Reste und vermeide Überfütterung, die die Wasserqualität belasten kann.

Zucht

Die Art wird im Hobby regelmäßig nachgezüchtet. Für die Aufzucht empfiehlt Seriously Fish ein separates, schwach beleuchtetes Zuchtbecken mit feinfiedrigen Pflanzen oder Laichmop; ein Gitter kann die Eier vor den Eltern schützen. Zur Zucht wird weiches, saures Wasser genutzt. Konditioniere die Fische mit abwechslungsreichem kleinem Lebendfutter und entferne die Eltern nach dem Ablaichen, da sie die Eier fressen können.

Die Quelle nennt ein Schlüpfen nach etwa 24–48 Stunden und Freischwimmen nach drei bis vier Tagen. Das sind Richtwerte aus dem Artenprofil; die Entwicklung hängt von den Bedingungen ab. Beginne mit sehr feinem Futter wie Infusorien und wechsle erst zu größerem Futter, wenn die Jungfische es aufnehmen können. Eine erfolgreiche Zucht ist nicht garantiert und erfordert stabiles Wasser und geeignetes Erstfutter.

Quellen & Prüfung

Dieser Haltungsratgeber basiert auf mehreren Fachquellen und wurde zuletzt am überprüft.

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